Kircicek:

Für den Aufstieg gerüstet

Fußball Wie der Kaufbeurer Furkan Kircicek die Chancen mit Türkgücü München sieht. Dort tragen weitere Allgäuer Verantwortung
06.03.2020 | Stand: 16:36 Uhr

Türkgücü München gilt als großer Favorit in der Fußball-Regionalliga. Der 23-jährige Kaufbeurer Furkan Kircicek wechselte im Sommer vom FC Memmingen zum Aufsteiger, der den Durchmarsch in die Dritte Liga anpeilt. Am heutigen Samstag steigt das erste Spiel nach der Winterpause beim FC Augsburg II (Beginn 14 Uhr). Wir haben mit dem Angreifer über seinen Klub gesprochen, bei dem zwei weitere Allgäuer Verantwortung tragen: Reiner Maurer (60/Mindelheim) als Trainer sowie Roman Plesche (32/Sulzberg), der in dieser Woche als Nachfolger von Robert Hettich Kaderplanung und Pressearbeit übernommen hat. Bis Februar war Plesche Sportlicher Leiter beim Bayernligisten FC Pipinsried.

Herr Kircicek, wie fällt Ihr Hinrunden-Fazit aus?

Leider hatte ich immer wieder mit kleineren Beschwerden zu kämpfen und war deswegen nie zu 100 Prozent fit. Ich konnte nie meine volle Leistung abrufen. Aber jetzt will ich richtig angreifen.

Wie lief die Vorbereitung?

Super! Wir haben sieben Wochen lang trainiert und waren zweimal im Trainingslager, je eine Woche in Spanien und der Türkei. Das waren optimale Bedingungen. Auch für mich persönlich lief es toll: Ich habe jede Einheit mitgemacht und hatte starke Fitnesswerte.

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Trotzdem können Sie in Augsburg nicht spielen. Was ist passiert?

Ich habe mir letzte Woche eine Grippe eingefangen und bin deswegen krankgeschrieben. Ich fühle mich zwar wieder fit, muss aber sicherheitshalber noch aussetzen. Das ist ärgerlich. Ich habe mich so drauf gefreut, jetzt muss ich zuschauen. Aber die Gesundheit geht vor. Ich will auch niemanden anstecken, da gehen wir kein Risiko ein.

Wie schätzen Sie die Chancen auf die Meisterschaft ein?

Wir hatten schon ein sehr starkes Team und haben uns acht Punkte Vorsprung erarbeitet. Jetzt haben wir im Winter nochmals Verstärkungen bekommen: Sercan Sararer(30, Angriff, d. Red.)hat schon Bundesliga und türkische Nationalmannschaft gespielt, Emre Güral(30, Mittelfeld, d. Red.)hat viel Erfahrung aus der türkischen ersten Liga. Das ist ein Zeichen an die Konkurrenz. Wir brennen auf den Aufstieg. Ich glaube, wir haben sehr gute Chancen, Meister zu werden.

Es gab Diskussionen, wo Ihr Team im Aufstiegsfall spielen soll. Es schien sogar ein Umzug in den Westen Deutschlands denkbar ...

In München gibt es mit den Löwen und Bayern II schon zwei Drittligisten. Mit uns wäre das wohl zu viel für das Grünwalder Stadion. Der Umzug in den Westen ist keine Option – da haben die Verbände schnell den Riegel vorgeschoben. Als das Thema aufkam, hat uns der Vereinspräsident sofort erklärt, wie die Situation ist und wie es weitergehen könnte. Ich bin sicher, dass wir in München eine Lösung finden. Wir wissen nur noch nicht, wie die dann genau aussieht.

Ihren Ex-Klub Memmingen plagen Abstiegssorgen. Wie schätzen Sie die Situation ein?

Ich verfolge den FCM immer noch. Ich habe viele Freunde dort und dem Klub viel zu verdanken. Ich bin mir sicher, dass sie das packen. Memmingen in der Bayernliga – das kann und darf nicht passieren. Wichtig ist, dass der FCM schnell Erfolge feiert.

Interview: Jan-Mirco Linse