Versammlung

15 Personen bei Demo von Corona-Kritikern in Füssen

Nur an die 15 Personen kamen am Sonntag zur Demonstration der Corona-Kritiker der Frauenbus-Tour in die Füssener Fußgängerzone.

Nur an die 15 Personen kamen am Sonntag zur Demonstration der Corona-Kritiker der Frauenbus-Tour in die Füssener Fußgängerzone.

Bild: Alexandra Decker

Nur an die 15 Personen kamen am Sonntag zur Demonstration der Corona-Kritiker der Frauenbus-Tour in die Füssener Fußgängerzone.

Bild: Alexandra Decker

Wenig Zulauf hatte die Demonstration der Corona-Kritiker der privaten Initiative "Frauenbus-Tour" in Füssen. Warum die Gruppe trotzdem zufrieden ist.
20.12.2020 | Stand: 21:38 Uhr

Wenig Zulauf hatte am Sonntagabend in Füssen die Demonstration der Frauenbus-Tour. Es handelt sich dabei um eine Gruppe von circa zehn Personen, die von 1. bis 31. Dezember mit einem Bus durch Deutschland fährt und an die 60 Veranstaltungen auf dem Plan hat. Ziel der privat organisierten Tour ist es laut Versammlungsleiterin Eva Rosen nicht, Corona zu leugnen. Es gebe das Virus. Aber die Maßnahmen dagegen sieht sie kritisch.

Die Gruppe setze sich für mehr Verhältnismäßigkeit beim Umgang mit dem Corona-Virus ein. Es müsste zum Beispiel auch an die gedacht werden, die als Kollateralschaden von Geschäftsschließungen, Kontaktsperren und anderen Maßnahmen zu Opfern werden.

„Die Regierung schürt Angst, statt Zuversicht zu vermitteln“, sagt Sabine Hartmann. Sie ist ebenfalls mit der Frauenbus-Tour unterwegs und gehört wie Rosen dem Vorstand der Partei Wir 2020 an. Statt zum Maskentragen sollten die politischen Entscheider die Bevölkerung aus Hartmanns Sicht zum Beispiel lieber dazu aufrufen, ihr Immunsystem zu stärken und sie nicht mit Zahlen, wie dem Inzidenzwert ängstigen.

Die Frauenbus-Tour distanziert sich von der Querdenker-Bewegung und der rechten Szene. „Wir sind keine Neonazis und keine Antisemiten“, sagt Rosen. Sie wünscht sich einen Dialog mit allen Menschen.

In Füssen kamen etwa 15 Personen zu der Demonstration. Aber „das ist in Ordnung. Es geht nicht um Quantität, sondern um Qualität“, sagt Rosen. Man wolle auch nicht einzelne Städte belagern, in denen viel demonstriert wird, sondern man wolle die erreichen, die noch nicht bescheid wissen.