Religion

40 Jahre Mesner in Füssen: „St. Mang ist deine Kirche und das merkt man“

Bruno Ehrentreich

Pfarrer Frank Deuring überreicht Mesner Bruno Ehrentreich ein Geschenk. Seit 40 Jahren ist der 58-Jährige bereits im Dienst.

Bild: Alexander Berndt

Pfarrer Frank Deuring überreicht Mesner Bruno Ehrentreich ein Geschenk. Seit 40 Jahren ist der 58-Jährige bereits im Dienst.

Bild: Alexander Berndt

Bruno Ehrentreich ist seit 40 Jahren Mesner. Nun haben Gläubige den 58-Jährigen mit einer Ehrung überrascht. Was Stadtpfarrer Frank Deuring an ihm schätzt.
21.10.2021 | Stand: 15:45 Uhr

Am Ende sei er dann doch „ein bisschen überrascht“ gewesen, räumt Bruno Ehrentreich ein. Der Mesner hatte im Vorfeld der jüngsten Kirchweihmesse in St. Mang durchaus etwas von den speziellen Vorbereitungen mitbekommen und habe ein klein wenig geahnt, dass etwas Besonderes vonstatten geht. Noch mehr als über den ungefähr 15 Minuten langen Film über sich, hat er sich sehr über die Gratulationsbekundungen zahlreicher Kirchenbesucher zu seinem 40-jährigen Dienstjubiläum als Mesner von St. Mang gefreut. Das wurde im Gotteshaus gebührend gefeiert.

Der Beginn seiner „Mesner-Lehre“, wie der 58-jährige Füssener die „nicht offiziell anerkannte Ausbildung“ zum Kirchendiener nennt, geht zurück auf den 1. September 1979 – damals war noch sein Vorgänger Franz Lipp tätig. Seit vier Jahrzehnten hat Ehrentreich nun selbst das Mesner-Amt inne.

Stadtpfarrer Füssen: „Eine unvollstellbare Zeit“

Das wurde nun entsprechend gefeiert. Stadtpfarrer Frank Deuring ermunterte die Gläubigen bereits während der feierlichen Messe dazu, dafür zu beten, dass Bruno Ehrentreich „immer wieder Kraft für seinen Dienst erfährt“, bevor er ihn nach dem Gottesdienst eingehend ehrte. Und während Deuring dabei unter anderem unterstrich, dass „40 Jahre Dienst eine unvorstellbare Zeit“ darstellten, betonte er zudem, dass er ganz besonders die Solidarität und Loyalität von Ehrentreich schätze. Nicht nur er als Pfarrer, sondern die gesamte Pfarrgemeinde dürfe daher „mit dir ein großes Plus erleben“. Deshalb sprach Deuring Ehrentreich „ein ganz großes Danke“ aus, überreichte ihm ein Geschenk und erklärte: „St. Mang ist deine Kirche und das merkt man. Du schaust denn auch, dass sich die Menschen hier wohlfühlen.“

Karriere beginnt als Ministrant

Dieses Ansinnen dürfte sich Ehrentreich möglicherweise schon von Lipp abgeguckt haben, den er als seinen „Mentor“ bezeichnet. Lipp habe ihm letztendlich auch schmackhaft gemacht, selbst Mesner zu werden, erzählt Ehrentreich, der unter Lipp und Stadtpfarrer Ludwig Steiger zuvor fast zehn Jahre lang Ministrant war und dabei viel Spaß gehabt habe. Nach seinem Schulabschluss wollte er „eigentlich Installateur“ werden und nicht an beinahe jedem Sonn- und Feiertag arbeiten, wie er es schließlich auch für Stadtpfarrer Karl-Heinz Knebel tat – sowie seit 13 Jahren für Deuring.

Im Rückblick auf seinen eigenen Lebens- und Berufsweg mag Ehrentreich deswegen vielleicht nicht nur über die vielen Huldigungen zu seinem 40. Dienstjubiläum als Mesner in St. Mang, sondern auch über sich selbst ein bisschen überrascht sein.

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