Benefizlauf in Reutte

"Autofrei in Reutte": Läufer statt Autos auf den Straßen

Über 1000 Teilnehmende gingen beim Benefizlauf an den Start.

Über 1000 Teilnehmende gingen beim Benefizlauf an den Start.

Bild: Christoph Rothe

Über 1000 Teilnehmende gingen beim Benefizlauf an den Start.

Bild: Christoph Rothe

Rekordzahlen und Volksfeststimmung beim Benefizlauf in Reutte. Rotary-Club Füssen-Reutte ist mit Teilnehmerzahl zufrieden. Um Siegen ging es nicht.
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Von Christoph Rothe
27.09.2022 | Stand: 11:04 Uhr

Volksfeststimmung herrschte in der Einkaufsstraße von Reutte: Autos waren am „Autofreien Tag in Reutte“ ausgesperrt und entlang von Ober- und Untermarkt machte sich buntes Treiben breit: Sportvereine luden zum Ausprobieren und Mitmachen ein, an einer Fahrradwerkstatt konnten Besucher ihre Räder reparieren lassen und Artisten des Zirkus Meer waren unterwegs. Für Stimmung auf dem Isserplatz sorgten die „Foggy Tones“, die Jugendband der Landesmusikschule. Einen Rekord gab es beim Stundenlauf des Rotary-Clubs Reutte-Füssen.

Schüler vom Gymansium Hohenschwangau am Lauf beteiligt

Der Stundenlauf war Höhepunkt des Nachmittags. Er wurde heuer zum neunten Mal veranstaltet und hatte wegen Corona zuletzt nicht stattgefunden. Ausrichter ist der Rotary-Club Reutte-Füssen, der neben internationalen auch regionale Projekte in Tirol und im südlichen Ostallgäu unterstützt. Die Teilnehmenden am Lauf waren einerseits Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von Firmen sowie Unternehmen, die die Veranstaltung als Sponsoren unterstützen, andererseits Gruppen aus Schulen und Vereinen.

Auch aus dem Ostallgäu waren Gruppen am Start – vom Sportgymnasium Hohenschwangau, die Jugend der Füssener Eishockeyspieler und ein Kindergarten aus Pfronten. Dabei steht die sportliche Leistung weniger im Vordergrund, wichtiger ist das Dabeisein und das Unterstützen einer guten Sache. „Nach der langen Pause erwarten wir heute eine Rekordbeteiligung“, sagte Sonja Schaub-Adolf von den Rotariern. Sie war für die Anmeldung verantwortlich. Schon eine Stunde vor Anmeldeschluss hatten sich 1300 Jugendliche und knapp 200 Erwachsene registriert. Und so waren über 1500 Läuferinnen und Läufer bei bestem Wetter am Start: neuer Rekord beim Stundenlauf.

Beim Benefizlauf in Reutte ging es nicht ums Gewinnen

Die Regeln sind schnell erklärt: Erwachsene nennen vor dem Start einen Betrag, den sie pro gelaufene Runde spenden, Jugendliche laufen dann eine Stunde zum Spaß und das „erlaufene“ Geld kommt zusammen mit Einnahmen aus den Sponsoring-Projekten der Jugendarbeit im Gebiet Reutte und südliches Ostallgäu zugute. An der Startlinie zählte Moderator Thomas Häckl die Sekunden runter, bevor er den Startschuss gab: Im Laufe der einen Stunde waren kaum Aussteiger zu beobachten und so wurde der Lauf mit dem Schlagen der Kirchturmuhr um 18 Uhr beendet. Sieger gab es keinen zu feiern, es zählte allein das Dabeisein und der Beitrag für den guten Zweck.