Mobilität

Autohaus Schweiger in Reutte wächst und wächst und wächst

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Der neue Audi-Schauraum wurde vom Architekturbüro „arch2plus“ geplant.

Bild: Florian Scherl/Autohaus Schweiger

Der neue Audi-Schauraum wurde vom Architekturbüro „arch2plus“ geplant.

Bild: Florian Scherl/Autohaus Schweiger

Neuer Audi-Schauraum ist einer der modernsten im Land. Dafür gibt es ein Zuckerl des Kfz-Bauers. Unternehmen investiert in und verdoppelt Zahl der Mitarbeiter.
23.09.2021 | Stand: 11:59 Uhr

Eine immense Entwicklung hat das Reuttener Autohaus Schweiger in den vergangenen fünf Jahren genommen. Hans Schweiger hatte seit 1992 die Werkstätte zu einem VW-Autohaus aufgebaut, das Europas größtes VW-Bus-Zentrum wurde. Sein Sohn Simon Schweiger verdoppelte ab 2016 das Wachstum des österreichweit größten VW-, Skoda- und Audi-Händlers. Nun weihte das Unternehmen seinen neuesten Bau ein: den neuen Audi-Schauraum, einen der größten und modernsten Österreichs. Bei der vom Büro „arch2plus“ der Architekten Bernd Müller und Helmut Schweiger geplanten Halle zeigte sich der Vorteil eines Holzbaus: Die bisherige Halle konnte einfach demontiert und durch eine nahezu doppelt so große ersetzt werden. Im neuen Schauraum haben 16 Fahrzeuge Platz, auch die mechanische Werkstatt, die Spenglerei und Lackiererei wurden erweitert. Mit spezieller Beleuchtung und Schallschutz wurden zudem gute Arbeitsbedingungen geschaffen.

15 Millionen Euro in fünf Jahren investiert

Die Entwicklung des Autohauses im vergangenen halben Jahrzehnt spiegelt sich eindrucksvoll in den Zahlen wider: 15 Millionen Euro investiert, die Zahl der Mitarbeiter auf 90 nahezu verdoppelt, die bis zu 20 Fahrzeuge täglich angeliefert bekommen und pro Jahr 2700 Autos verkaufen und dabei einen Jahresumsatz von mehr als 100 Millionen Euro erzielen. Bekannt wurde das Autohaus von Senior Hans Schweiger – der vor einem halben Jahr starb – mit Europas größter Bulli-Show.

Exklusive Modelle

Nun nahm das Unternehmen einen weiteren Schritt. Mit dem Bau eines hochmodernen Audi-Schauraums erlaubt Audi dem Reuttener Autohändler, als einem von wenigen Betrieben, auch die exklusiven Audi RS Modelle anzubieten. Bei der Segnung des neuen Bauabschnitts zeigte sich Dekan Franz Neuner Kraftfahrzeug-geschichtlich sattelfest: Audi sei nur die lateinische Übersetzung für Horch, den Gründer der Vier-Ringe-Marke. Der Geistliche wünschte denn auch sowohl dem Inhaber und Geschäftsführer Simon Schweiger wie auch seiner Belegschaft, dass sie sich gegenseitig zuhören mögen.

Bauaufträge bleiben im Land

Bürgermeister Günter Salchner betonte die gute Kooperation zwischen Autohaus und Kommune. Schließlich sei das inhabergeführte Familienunternehmen auch ein guter Steuerzahler. Christian Strigl von der Tiroler Wirtschaftskammer schloss sich den lobenden Worten an. Denn 90 Prozent der Bauaufträge habe die Firma in Tirol vergeben. Schweiger seinerseits hob Hansjörg Müller hervor, der als langjähriger Mitarbeiter die täglichen Baubesprechungen begleitet habe und demnächst in den Ruhestand geht.

Blick hinter die Kulissen

Direkt im Anschluss an die Feier lud das Autohaus Schweiger alle Besucher dazu ein, bei Führungen einen Blick hinter die Kulissen zu werfen. Von der Werkstatt bis hin zum Verkauf war alles vertreten, um zu zeigen, dass hinter einem Autohausbetrieb viel mehr steckt, als der erste Eindruck vermuten lässt. Die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter hatten die einzelnen Stationen eigenständig vorbereitet und stolz präsentiert.

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