Tourismus-Bilanz

Bürgermeister Joas von Nesselwang: „Man muss zufrieden sein“

Alpspitze

An coronafreie Zeiten in denen solche Bilder möglich waren, konnte der Tourismus in Nesselwang 2020 nicht anknüpfen. Die Einbußen hielten sich jedoch in Grenzen. Die Sommerrodelbahn an der Alpspitze soll übrigens bald durch einen Coaster ersetzt werden.

Bild: Ralf Lienert (Archiv)

An coronafreie Zeiten in denen solche Bilder möglich waren, konnte der Tourismus in Nesselwang 2020 nicht anknüpfen. Die Einbußen hielten sich jedoch in Grenzen. Die Sommerrodelbahn an der Alpspitze soll übrigens bald durch einen Coaster ersetzt werden.

Bild: Ralf Lienert (Archiv)

Im „sehr speziellen“ Jahr 2020 kommt Nesselwang noch relativ gut durch die Pandemie. Positiv war die Auslastung allerdings nur in einigen Ortsteilen.
16.04.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Da war Pirmin Joas so richtig in seinem Element: Vor einem Jahr leitete der zum Nachfolger von Franz Erhart als Bürgermeister der Marktgemeinde Nesselwang Gewählte die Tourist-Information der Alpspitzgemeinde. Nun trug er als Gemeindechef dem Rat den Tourismusbericht des „sehr speziellen Tourismus-Jahres 2020“ vor.

Nesselwang sei trotz der schwierigen Lage noch gut durch die Pandemie gekommen. „Man muss zufrieden sein“, gab sich Joas bescheiden. Aber wenn die Lage wieder offen sei „wird ein touristisches Feuerwerk kommen“. Darauf müsse man sich vorbereiten.

Weniger Gäste bleiben länger

Die Anzahl der Gäste ging zwar um 30 Prozent von rund 118 000 im Jahr 2019 auf 83 000 im vergangenen Jahr zurück. Die Zahl der Nächtigungen nahm aber nur um 17 Prozent von 318 000 auf 262 000 ab, denn die durchschnittliche Aufenthaltsdauer stieg im Vergleich zum Jahr davor von 3,3 auf 4,1 Tage. „Die wirklich warmen Betten waren gut ausgelastet“, erklärte Joas. Diese Auslastung sei allerdings nur in den Ortsteilen Wank/Voglen sowie Gschwend positiv gewesen.

Wieviel Geld Touristen bringen

Das Deutsche Wirtschaftswissenschaftliche Institut für Fremdenverkehr an der Universität München hat bereits vor einigen Jahren ermittelt, welch bedeutende Umsätze der Tourismus aus Übernachtungsreisen in Nesselwang erbringt. So schlug ein Wohnmobilstellplatz mit 38 Euro je Tag zu Buche, der Privatvermieter mit 60 Euro und der gewerbliche Vermieter mit 123 Euro je Tag. Bei den Gästeherkünften habe man vor allem an Niederländern verloren. Kamen 2019 noch zehn Prozent der Gäste von dort, waren es im vergangenen Jahr nur noch sechs Prozent.

Nesselwang soll Tourismusort bleiben

Sowohl Ratsmitglied Peter Schlichtling (CSU) als auch sein Kollege Martin Erd (Mitanand für Nesselwang) betonten, dass Nesselwang ein Tourismusort sei und immer bleiben werde. Daher solle man die Betriebe auch unterstützen. Dem schloss sich Pirmin Joas an und ergänzte, dass auch in diesem Jahr vielfältige Aufgaben im Bereich Tourismus anstünden.

Lesen Sie auch
##alternative##
Für den Schulverband

Corona senkt Kosten der Mittelschule Pfronten

Lesen Sie auch: Nesselwang stellt Weichen für Alpine Coaster