Gesundheitsamt Ostallgäu gibt Entwarnung

Nach Algenbefall: Badeverbot am Weißensee wieder aufgehoben

Wieder aufgehoben ist inzwischen das Badeverbot am Weißensee bei Füssen im Ostallgäu. Dort war die giftige Burgunderblutalge nachgewiesen worden.

Wieder aufgehoben ist inzwischen das Badeverbot am Weißensee bei Füssen im Ostallgäu. Dort war die giftige Burgunderblutalge nachgewiesen worden.

Bild: Benedikt Siegert

Wieder aufgehoben ist inzwischen das Badeverbot am Weißensee bei Füssen im Ostallgäu. Dort war die giftige Burgunderblutalge nachgewiesen worden.

Bild: Benedikt Siegert

Fast anderthalb Wochen hatte die Stadt Füssen Bürger darum gebeten, das Gewässer zu meiden. Es drohten gefährliche Körperreaktion bei Kontakt mit der Blutalge.
06.10.2021 | Stand: 16:43 Uhr

Nach Mitteilung des Ostallgäuer Gesundheitsamts am Mittwoch sind inzwischen nur noch vereinzelt gefährliche Algen im Weißensee nachweisbar. Das von der Stadt erlassene Badeverbot könne damit wieder aufgehoben werden. Wie unsere Zeitung mehrfach berichtet hatte, waren zuvor giftige Burgunderblutalgen im Gewässer entdeckt worden, die bei Mensch und Tier gefährliche Körperreaktionen hervorrufen können. Untersuchungen des Landesamts für Gesundheit (LGL) in dieser Woche gaben nun aber Entwarnung. Die Konzentration der zu den Cyanobakterien zählenden Algen sei nur noch gering.

Burgunderblutalge im Weißensee nachgewiesen: Das ist der aktuelle Stand

Die Wasserwacht hatte in der vorvergangenen Woche einen verdächtig braunen Schmierfilm am östlichen See-Ende bei Moos entdeckt und die Behörden informiert. Die Stadt hatte daraufhin ein Badeverbot erlassen und rund um den See Warnschilder aufgestellt. "Wir bitten die Leute dringend darum, sich daran zu halten und das nicht auf die leichte Schulter zu nehmen", sagte Felix Blersch, Sprecher der Stadt Füssen, gegenüber unserer Zeitung in der vergangenen Woche.

Darum sind Blutalgen so gefährlich

Blaualgen befinden sich zwar häufig in Gewässern und sind bei einer normalen Konzentration auch absolut ungefährlich. Ein Beispiel dafür ist etwa der Alatsee, wo in tieferen Schichten ebenfalls Vorkommen nachgewiesen sind. Wenn die Blutalgen sich aber stark vermehren - wie das jetzt am Weißensee offenbar geschehen ist, wird es brenzlig. Dann bilden sich grün-bräunliche Schlieren im Wasser - 20 oder 30 Zentimeter unter der Wasseroberfläche.

Laut dem Bundesumweltamt kann ein hoher Nährstoffgehalt zu einer raschen Ausbreitung der Bakterien führen. Kommen Mensch und Tier mit der Burgunderblutalge in Kontakt kann es je nach Konzentration im Wasser zu Übelkeit, Erbrechen, Durchfall, Hautreizungen, geröteten Augen und Atemnot kommen. Insbesondere für Hunde gilt die Alge als gefährlich, die Vierbeiner könnten schwer erkranken oder im schlimmsten Fall sogar sterben.