Seniorenheim wird modernisiert

Bald rücken beim Siebenbürgerheim in Lechbruck die Bagger an

Das Siebenbürgerheim ist in die Jahre gekommen. Der neue Träger – Arche Noris – investiert in eine moderne Seniorenwohnanlage, was vom Lechbrucker Gemeinderat begrüßt wird. Die neuen Gebäude werden niedriger als der Altbau.

Das Siebenbürgerheim ist in die Jahre gekommen. Der neue Träger – Arche Noris – investiert in eine moderne Seniorenwohnanlage, was vom Lechbrucker Gemeinderat begrüßt wird. Die neuen Gebäude werden niedriger als der Altbau.

Bild: Werner Hacker

Das Siebenbürgerheim ist in die Jahre gekommen. Der neue Träger – Arche Noris – investiert in eine moderne Seniorenwohnanlage, was vom Lechbrucker Gemeinderat begrüßt wird. Die neuen Gebäude werden niedriger als der Altbau.

Bild: Werner Hacker

Der erste von drei Bauabschnitten zur Modernisierung des Siebenbürgerheims in Lechbruck beginnt diesen Sommer. 2026 soll das neue Seniorenzentrum fertig sein.
08.07.2022 | Stand: 15:00 Uhr

Der erste von drei Bauabschnitten für das neue Siebenbürgerheim steht unmittelbar bevor. Nötig wird die Sanierung, weil das in die Jahre gekommene Senioren- und Pflegeheim an der Schongauer Straße in Lechbruck auf den neuesten Stand gebracht werden muss. Lechbrucks Bürgermeister Werner Moll erklärte gegenüber unserer Redaktion: „Der Gemeinderat begrüßt die Modernisierungen, die aufgrund gesetzlicher Vorgaben notwendig geworden sind.“

Erster Schritt der Modernisierung ist der Bau einer vollstationären neuen Pflegeeinrichtung. In einem zweiten Schritt geht es um den Rückbau – sprich Abriss – des Altbaus, aus dem die Bewohner dann bereits in den fertigen Neubau umgezogen sind. Als dritte Baumaßnahme wird eine Anlage für Betreutes Wohnen angekündigt. „Dabei entstehen auch Apartments für Mitarbeiter“, sagt Bürgermeister Moll.

Tradition das Siebenbürgerheims in Lechbruck soll bewahrt werden

Die Fertigstellung des modernen Lechbrucker Seniorenzentrums und die Feier zur Eröffnung könne Mitte 2026 erwartet werden, erklärt die Einrichtungsleitung. Noch in diesem Sommer erfolge der erste Spatenstich. Mit dabei sind dann bestimmt auch Mitglieder des mit dem neuen Träger fusionierten Vereins „Siebenbürgerheim Lechbruck“, der im Vorfeld darauf geachtet hat, dass im Flößerdorf die Weichen Richtung Zukunft für die Altenheimbewohner und die Pflegeteams auch richtig gestellt werden. Der Verein unter der Führung von Rolf Baron von Hohenhau behält seinen Einfluss, um die „Tradition des Heims zu bewahren“.

Der Hilfsverein „Siebenbürgerheim Lechbruck“ fusionierte mit der Arche Noris gGmbH. Die Geschäftsführung des Siebenbürgerheims wurde bereits im vergangenen Jahr der Arche Noris übertragen.

Die gemeinnützige GmbH mit Sitz in Nürnberg gehört ebenso wie der Lechbrucker Verein dem Diakonischen Werk an, also dem Wohlfahrtsverband der evangelischen Kirche. Die Arche Noris betreibt bereits an mehreren anderen Orten – unter anderem in Steingaden – Senioren- und Pflegeheime sowie Kindergärten.

Viele neue Auflagen und Personalnot zu Fusion bewogen

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Zu der Fusion bewogen haben den Verein laut Rolf Baron von Hohenau die vielen neuen Auflagen für Pflegeheime und die allgemein schwierige Personalsituation im Bereich der Pflege. Zusammen ließen sich zum Beispiel Personalengpässe einfacher ausgleichen.

„Ich begrüße das Projekt mit dem Partner Arche Noris und unserem Siebenbürgerverein außerordentlich“, sagt Bürgermeister Moll zu den anstehenden Sanierungsarbeiten. Mit den Anwohnern der künftigen Großbaustelle seien bereits Gespräche wegen möglicher Beeinträchtigungen durch die Bauarbeiten geführt worden. Unverändert und auch grundbuchrechtlich gesichert sei, dass Bürger unserer Gemeinde bevorzugt Plätze im Altenheim erhalten, sagt der Rathauschef.

Über die Geschichte des Heimes weiß eine Zeitzeugin zu berichten: „Eine Gruppe der Siebenbürger Schwaben, die damals aus Rumänien in unser Dorf gekommen ist, hatte auch daran gedacht, für die bedürftigen Mitglieder zu sorgen und ließ am Ortsausgang in Richtung Bernbeuren eine Unterkunft bauen“, erinnert sich die 93-jährge Lieselotte Härth. Sie ist in Lechbruck geboren und verfolgt nun von Füssen aus, wo sie seit längerem wohnt, mit Interesse, was in der alten Heimat vor sich geht.

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