Eschach

Bauausschuss Füssen stimmt zu: Domizil in Traumlage kann entstehen

Bürgermeisterwahl Füssen: Rathaus der Stadt

Der Bauausschuss hat sich mit einem Grundstück in Eschach beschäftigt.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolfoto)

Der Bauausschuss hat sich mit einem Grundstück in Eschach beschäftigt.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolfoto)

Der Bauausschuss befürwortet die Satzung. Die Vorgänger-Version war rechtswidrig. Warum es dennoch zwei Kritiker gibt.
16.11.2021 | Stand: 15:45 Uhr

Unter Dach und Fach ist nun die Einbeziehungssatzung Eschach-Südost, die den Weg frei macht für ein Domizil in Traumlage: Mit großer Mehrheit beschloss der Füssener Bauausschuss die Satzung – dagegen stimmten Dr. Christoph Böhm (CSU) und Magnus Peresson (UBL), die von Anfang an das Verfahren kritisch begleitet hatten.

Grundstück in Eschach: Behörden haben erhebliche Bedenken

Wie mehrfach berichtet, haben sich die Kommunalpolitiker seit längerem mit diesem Bauwunsch beschäftigt. Auf einem Grundstück in Eschach, das bislang für landwirtschaftliche Stadel genutzt wurde, soll ein Wohnhaus entstehen. Während die Füssener Stadträte das Vorhaben stets mit großer Mehrheit befürworteten, brachten Behörden erheblichen Bedenken vor.

Gegen die erste Satzung hatten die Untere Naturschutzbehörde, das Landesamt für Denkmalpflege und die Baubehörde des Landkreises ihr Veto eingelegt. Diese Satzung, die das Landratsamt als „rechtswidrig“ eingestuft hatte, musste deshalb aufgehoben und eine neue Planung auf den Weg gebracht werden. Darin wurde das Baufenster nach Norden geschoben, damit der Neubau vom denkmalgeschützten Teil eines benachbarten Bauernhofes abrückt.

Eine jetzt als Terrasse ausgewiesene Fläche könnt bebaut werden

Das ist in der neuen Satzung verankert, die nach erneuter Auslegung nun abschließend behandelt wurde. Mit Blick auf den Denkmalschutz wiederholte Böhm eine bereits früher vorgebrachte Befürchtung: Eine jetzt als Terrasse ausgewiesene Fläche im Baufenster könnte über kurz oder lang bebaut werden, zum Beispiel mit einem Wintergarten. Das aber würde dann die Sichtbeziehung zum denkmalgeschützten Haus unterbrechen. Es sei explizit eine Terrassenfläche ausgewiesen, „die keinen erdgeschossigen Anbau“ zulasse, sagte der Planer vom Büro Abtplan. Schnell abgehandelt waren auch die Anregungen der Behörden zur Planung, von Bürgern hatte es keine Einwände gegeben. Am Ende beschloss der Bauausschuss die Satzung bei zwei Gegenstimmen.