Bauausschuss

Bauausschuss in Füssen: Ein Ferienhof will Qualität steigern

Der Bauausschuss Füssen hat sich mit dem Anliegen eines Ferienhofs beschäftigt.

Der Bauausschuss Füssen hat sich mit dem Anliegen eines Ferienhofs beschäftigt.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolfoto)

Der Bauausschuss Füssen hat sich mit dem Anliegen eines Ferienhofs beschäftigt.

Bild: Benedikt Siegert (Symbolfoto)

Füssener Kommunalpolitiker beschließen einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan. Bei einigen geplanten Gebäuden gibt es dabei noch Gesprächsbedarf
26.11.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Der Füssener Bauausschuss will die Betreiber eines Ferienhofes dabei unterstützen, den Betrieb langfristig zu sichern und die Qualität zu steigern. Geplant sind ein Teilabbruch des Gebäudes und ein Neubau mit Ferienwohnungen, Frühstücksräumen, Küche und Büros. Die Stadträte wollen dafür einen vorhabenbezogenen Bebauungsplan auf den Weg bringen – Diskussionsbedarf besteht noch für weiterer Bauten auf dem Gelände, etwa einen Maschinenstadel.

Das ist geplant bei einem Ferienhof in Füssen

Ab Herbst 2022 ist geplant, den westlichen Teil des Gebäudes abzubrechen. Aufgrund der schlechten Bausubstanz sei ein Umbau des Bestandsgebäudes nicht möglich, heißt es. Im Neubau sollen unter anderem barrierefreie und rollstuhlgerechte Ferienwohnungen vorgesehen sein, die auch für Familien mit einem behinderten Kind oder Elternteil ausgelegt sind. Für diese Qualitätssteigerung des touristischen Angebots gab es im Bauausschuss viel Zustimmung: Andreas Eggensberger (CSU) meinte, dass man solche Vorhaben grundsätzlich unterstützen sollte. Jürgen Doser (FWF) verwies darauf, dass der Betrieb bereits seit Jahrzehnten existiere und eine Bereicherung für Füssen sei. Zudem wäre hier „kein Großinvestor“ tätig, sondern eine junge Familie.

Skepsis beim Landratsamt Ostallgäu

Weitere bauliche Planungen waren jedoch umstritten: So sind Reitplatz, Maschinenstadel und Stellplätze in Richtung Westen vorgesehen. Die Halle solle man nicht abseits errichten, sondern nahe der bestehenden Gebäude, forderten Magnus Peresson (UBL) und Dr. Martin Metzger (BFF). Im Bauleitverfahren werde das sicher eine gewichtige Rolle spielen, sagte Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU). Auch Bauamtsleiter Armin Angeringer hatte darauf hingewiesen, dass das Landratsamt die Ausdehnung nach Westen skeptisch beurteilt.

Schließlich beschloss der Bauausschuss bei einer Gegenstimme grundsätzlich die vorgelegte Planung. Dafür muss ein vorhabenbezogener Bebauungsplan aufgestellt und gegebenenfalls der Flächennutzungsplan geändert werden. Die dafür anfallenden Kosten muss der Bauherr übernehmen, was in einem städtebaulichen Vertrag geregelt werden muss.

Was das Gremium zudem beschloss

Eine Vorabklärung der geplanten Einzelmaßnahmen mit dem Landratsamt Ostallgäu in Marktoberdorf ist vorzunehmen, beschloss das Gremium zudem.

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