Verkehr

Bauausschuss Schwangau beschäftigt sich mit Tempolimit

Tempolimit

Der Bauausschuss Schwangau hat sich mit mehreren Geschwindigkeitsbegrenzungen auseinandergesetzt.

Bild: Caroline Mittermeier (Symbolfoto)

Der Bauausschuss Schwangau hat sich mit mehreren Geschwindigkeitsbegrenzungen auseinandergesetzt.

Bild: Caroline Mittermeier (Symbolfoto)

Das Gremium hat mehrere Straßen auf mögliche Geschwindigkeitsbegrenzungen überprüft. Die Füssener Polizei hat dazu Stellungnahmen abgegeben.
20.08.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Der Bauausschuss Schwangau hat sich in seiner vergangenen Sitzung mit mehreren Geschwindigkeitsbegrenzungen befasst. Auch die König–Ludwig-Straße stand dabei wieder auf der Tagesordnung.

Zunächst ging es allerdings um die Forggenseestraße zwischen Waltenhofen und Brunnen. Dort wurde außerhalb der beiden Ortsteile angeregt, eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 50 oder zumindest auf 70 Kilometer pro Stunde zu prüfen. Der Grund: Die geringe Fahrbahnbreite könne zu Unfällen mit Radfahrern führen. Denn es gebe an der Straße auch keine Ausweichmöglichkeiten, weil an beiden Seiten Zäune für die landwirtschaftlichen Flächen stehen, heißt es in der Beschlussvorlage.

Der Polizei wurden keine Unfälle gemeldet

Die Polizei Füssen hat auf Anfrage eine Stellungnahme zu dem Abschnitt abgegeben: Darin heißt es ganz grundsätzlich, dass eine Begrenzung der Geschwindigkeit aus Sicherheitsgründen angeordnet werden könne, wenn Untersuchungen zu dem Ergebnis kommen, dass häufig Unfälle geschehen. „Auf den beiden genannten Ortsverbindungsstraßen zwischen Waltenhofen und Brunnen (Forggenseestraße und Krehtalweg) ereigneten sich in den letzten Jahren keine geschwindigkeitsbedingten Unfälle, beziehungsweise es sind keine bei der Polizei gemeldet worden“, heißt es in der Stellungnahme.

Allerdings komme es auch nicht nur auf die Unfälle an. Werden häufig gefährliche Verkehrssituationen festgestellt, können auch außerhalb geschlossener Ortschaften Geschwindigkeitsbegrenzungen erforderlich sein, wenn beispielsweise Fußgänger oder Radfahrer gefährdet sind. Weil die Straße auch von vielen Radlern genutzt werde, empfiehlt die Polizei eine Beschränkung auf 70 km/h. Weil es bisher zu keinen Unfällen gekommen ist, befürworten die Beamten eine Beschränkung auf 50 Kilometer pro Stunde nicht. Der Bauausschuss beschloss einstimmig die Begrenzung auf 70 km/h.

Eine ähnliche Anfrage betraf den Krehtalweg zwischen Schwangau und Brunnen. Dort ging es darum, die bereits bestehende Begrenzung von 70 Kilometer pro Stunde auf 50 zu reduzieren. Der Grund ist ebenfalls die geringe Fahrbahnbreite. Auch zu diesem Abschnitt sind laut Polizei in den vergangenen Jahren keine Unfälle gemeldet worden. Deshalb rieten die Beamten von einer weiteren Reduzierung ab. Die Mitglieder des Ausschusses folgten der Stellungnahme und stimmten einstimmig gegen 50 km/h.

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Erneut musste sich der Bauausschuss mit der König-Ludwig-Straße auseinandersetzen. Wie berichtet, hatte sich der Ausschuss im November bereits gegen eine Geschwindigkeitsbegrenzung ausgesprochen. Nun habe sich ein Anwohner an die Gemeinde gewandt und die Verkehrssituation insgesamt in diesem Bereich angesprochen, berichtet Klaus Lang, zuständig für Grundstücksverkehr und Bauanträge, im Gespräch mit unserer Redaktion. Unter anderem ging es auch darum, dass die Verkehrsteilnehmer zu schnell unterwegs seien.

KDZ Oberland untersuchte den Verkehr in der König-Ludwig-Staße

Weil es bereits im November um Anträge ging, die dort ein Limit von 30 km/h gefordert hatten, konnte die Gemeinde auf eine aktuelle Untersuchung des KDZ Oberlandes zurückgreifen. „Aus unserer Sicht besteht kein Verkehrsproblem im gemessenen Bereich.“ In der König-Ludwig-Straße gebe es eine durchschnittliche Beanstandungsquote von 0,71 Prozent. Das bedeutet: Im Schnitt haben 0,71 Prozent der Autofahrer die zulässige Geschwindigkeit von 50 km/h überschritten. „Bei den erfassten Verstößen handelte es sich bei etwa zwei Drittel nur um geringfügige Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit (6 bis 10 km/h)“, heißt es in der zusammenfassenden Stellungnahme vom vergangenen Jahr. 2019 lag die durchschnittliche Beanstandungsquote bei 2,56 Prozent. Aus diesem Grund sieht der Bauausschuss keinen Handlungsbedarf.