Eishockey

Beim DNL-Nachwuchs des EV Füssen ist der Star der Trainer

gfg

Mit Andreas Becherer steht der bisherige Coach der ersten Mannschaft ab sofort beim Nachwuchs hinter der Bande. Das zeigt, welche Bedeutung man beim EVF dem U20-Team beimisst.

Bild: Benedikt Siegert

Mit Andreas Becherer steht der bisherige Coach der ersten Mannschaft ab sofort beim Nachwuchs hinter der Bande. Das zeigt, welche Bedeutung man beim EVF dem U20-Team beimisst.

Bild: Benedikt Siegert

Nach einer schwachen Saison der U20 des EV Füssen soll der neue Coach Andreas Becherer, der zuvor die erste Mannschaft betreute, für neuen Schwung sorgen.
02.09.2021 | Stand: 17:45 Uhr

Durchhalteparolen war man zuletzt um das U20-Team des EV Füssen gewohnt. Der Kader zu klein, so mancher Spieler auch, die Pandemie als Bremsklotz für technische und spielerische Weiterentwicklung. „Aber nächstes Wochenende wird – bestimmt – alles schon ein Stück besser“, hieß es immer wieder. Wurde es aber nicht. Und dann folgte auch noch die Pandemie-Notbremse. Die abgebrochene Saison 20/21 beendete die U20 des EV Füssen in der unteren Tabellenregion der Divison II in der Deutschen Nachwuchs Liga (DNL).

Die lange Corona-Pause nutzt der EV Füssen, um seinen Nachwuchs neu zu strukturieren

Die lange Coronapause hat der Verein jetzt aber genutzt, um sich neu aufzustellen. An der Bande steht nicht mehr Peter Franke, sondern Andreas Becherer. Dieser gibt sich optimistisch: „Meine Jungs können alle Eishockeyspielen“, sagt er. Dennoch: Auch in der kommenden DNL2-Spielzeit 21/22 soll der Klassenerhalt oberstes Ziel sein. Mut macht, dass der EV Füssen diesmal mit einer ordentlichen Kadergröße angreift. Derzeit sind es 24 Spieler, die um die besten Plätze im Kader kämpfen, Kapitän der Mannschaft ist der 18 Jahre alte Nicolas Fahr. „Die Mannschaft hat in der vergangenen Zeit viele negative Erfahrungen erlebt. Wir müssen jetzt dafür sorgen, dass eine Siegermentalität einkehrt“, sagt Becherer. Freilich: Auch in der anstehenden Saison würden Niederlagen passieren, doch die Kaderstärke erlaubt nun mehr Spielraum. „Bei zweieinhalb Reihen ist es schwer, Druck aufzubauen“, sagt Becherer und meint da vermutlich den Druck, den der Gegner auf dem Eis spürt genauso wie der Druck, der intern um die besten Positionen herrschen sollte. Sechs Vorbereitungsspiele hat die U20 des EV Füssen in den zurückliegenden Wochen absolviert – davon wurden zwei gewonnen. Vier Mal verließ Füssen das Eis als Verlierer, je einmal aber erst nach Verlängerung oder Penaltyschießen, betont Becherer.

Überdurschnittliche viele junge Jahrgänge im DNL-Team des EV Füssen

In die anstehende Saison wird Füssen mit überdurchschnittlich vielen Anfangsjahrgängen gehen. Das macht Mut für Folgespielzeiten. Wenn die Mannschaft zusammenwächst und sich weiterentwickelt, dann kann in den drei Jahren, die ein Spieler in der U20 verbringt, viel passieren. Direkt am Wochenende hat Füssen eine weite Auswärtsfahrt vor sich. Der ESV 03 Chemnitz ist der Gegner, gespielt wird in der dortigen Küchwaldhalle (Samstag, 17.45 Uhr und Sonntag 10.45 Uhr). „Ich kann Chemnitz nur schwer einschätzen“, sagt Becherer, fügt aber hinzu: Es sei gar nicht zwingend nötig, den Gegner bis ins letzte Detail zu kennen, vielmehr gehe es darum, dass Füssen das eigene Konzept gut umsetze.

Als erster Gegner wartet Chemnitz auf den EV Füssen

Auf dem Papier dürfte Chemnitz aber eher als schwächeres Team der Liga gelten. Um die vorderen Plätze der Division II dürften sich in der kommenden Saison vielmehr Mannschaften wie Bad Tölz, Rosenheim, Iserlohn oder die gerne unterschätzten Dresdner streiten. Insgesamt stehen nun 36 Hauptrundenspiele an, die bis Ende Februar absolviert sein werden. Die besten beiden Mannschaften gehen dann in eine Relegation um Startplätze in der obersten Division, Tabellenplatz sieben bis zehn führt in eine Abstiegsrelegation.