Einsatz der Bergwacht Pfronten

Kienberg in Pfronten: Mann stürzt 250 Meter in die Tiefe und überlebt

Der Rettungshubschrauber Christoph 17 verhalf den Bergwachtlern, den Schwerverletzten zu bergen.

Der Rettungshubschrauber Christoph 17 verhalf den Bergwachtlern, den Schwerverletzten zu bergen.

Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

Der Rettungshubschrauber Christoph 17 verhalf den Bergwachtlern, den Schwerverletzten zu bergen.

Bild: Matthias Becker (Symbolbild)

Ein 46-jähriger Wanderer stürzt am Kienberg in Pfronten 250 Meter in die Tiefe. Er verletzt sich schwer, kann aber noch selbst die Bergwacht alamieren.
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Von Redaktion Allgäuer Zeitung
17.08.2021 | Stand: 16:48 Uhr

Glück im Unglück hatte am Montagnachmittag norddeutscher Wanderer: Der 46-Jährige war auf der Südseite des Kienbergs in sehr steilem und anspruchsvollem Gelände unterwegs als er abrutschte und 250 Meter in die Tiefe stürzte. Er blieb im Absturzgelände liegen und alarmierte noch selbstständig die Bergwacht. Trotz seinen schweren Verletzungen war es dem Mann möglich, einen genauen Standort per GPS-Daten an die Einsatzleiterin der Bergwacht Pfronten zu übermitteln.

Bergwacht Pfronten im Einsatz am Kienberg

Der hinzualarmierte Rettungshubschrauber Christoph 17 aus Durach nahm am Landeplatz der St. Vinzenz Klinik einen Bergretter auf und flog direkt zur Einsatzstelle. Da eine Landung vor Ort nicht möglich war, musste die Bergung mittels Rettungswinde erfolgen. Ein Bergretter wurde vom Hubschrauber aus abgelassen und sicherte den Patienten.

Gemeinsam mit dem Bergretter wurde der 46-Jährige in einer sogenannten „Crash-Bergung“ vom Hubschrauber an der Rettungswinde aus dem Absturzgelände ausgeflogen. Parallel dazu machten sich drei weitere Bergretter zu Fuß auf den Weg zur Einsatzstelle. Die medizinische Erstversorgung durch die Rettungskräfte erfolgte noch sicher am Boden.

Kienberg als schwieriger Berg

Der Kienberg in Pfronten ist 1.536 Meter hoch und gilt als einer der schwierigeren Berge in diesem Gebiet. Wegen der Gefährlichkeit des Aufstiegs und aus Gründen des Naturschutzes ist der Weg nicht ausgeschildert.

Die Bergwacht Pfronten ist auf Einsätze in solch schwierigem Gelände vorbereitet und traniert regelmäßig dafür. Erst kürzlich übten die Bergwachtler zusammen mit der Nesselwanger Bergwacht für diese sogenannten Luftrettungsmanöver.

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