Roßhaupten

Besucher bis aus der Schweiz: So war die Fohlen-Show auf dem Haflingerhof in Roßhaupten

FO RH Haflinger

Die von Junghengst Ansgar gedeckte Haflingerstute Priska begleitete ihr Fohlen, das noch keinen Namen hat, auf der Hengst-Nachzucht-Show im Außengelände des Haflingerhofes auf dem Roßhauptener Ortsteil Vordersulzberg.

Bild: Anton Reichart

Die von Junghengst Ansgar gedeckte Haflingerstute Priska begleitete ihr Fohlen, das noch keinen Namen hat, auf der Hengst-Nachzucht-Show im Außengelände des Haflingerhofes auf dem Roßhauptener Ortsteil Vordersulzberg.

Bild: Anton Reichart

Besucher aus nah und fern verfolgen eine Fohlen-Show bei Roßhaupten. Wie die Jury bewertete und warum die Veranstaltung trotz Corona stattfinden konnte.

30.07.2020 | Stand: 09:51 Uhr

Alle 30 Edelblut-Haflinger-Fohlen sind erst in diesem Jahr geboren, ihre Väter sind die Junghengste Nevio oder Ansgar: Auf dem Haflingerhof von Engelbert Linder stellten sich die Stut- und Hengstfohlen einer vierköpfigen Fachjury und wurden im Rahmen der Hengst-Nachzucht-Fohlen-Show begutachtet und bewertet.

Sogar Schweizer reisten für die Fohlen-Show an

Mit dabei waren unter anderem interessierte Besucher aus Nordrhein-Westfalen, Baden-Württemberg und sogar aus der Schweiz: Eine Allgäuerin hatte Beat Minder und Patrick Arnet gefragt, aus welcher Ecke des Nachbarlandes sie denn herkämen. „Nein, nicht Ecke, sondern mitten drin!“, antworteten die beiden Eidgenossen. Sie stammen aus Luzern, vom Vierwaldstättersee, im Herzen der Schweiz gelegen.

Minder wurde vor vielen Jahren bei einer Reise auf Engelbert Linder und den Haflingerhof aufmerksam. Vor 15 Jahren dann kaufte er hier seinen ersten Haflinger. Die zwei Schweizer gehören dem eidgenössischen Verein der Edelblut-Haflinger an. Heute hält Minder drei, Arnet zwei Haflinger.

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Fohlen bekommen Noten und Zuchtwert

Am Vormittag stellte Linder die 13 Fohlen vor, die von Junghengst Nevio gezeugt worden waren. Die Helfer trieben die Fohlenmütter zusammen mit ihrem Nachwuchs durch das Arena-Rund außerhalb der Stallungen.

Bewertet wurde nach sechs verschiedenen Kriterien, wobei die Gesamtnoten durchwegs zwischen sieben und acht von zehn möglichen Punkten lagen. Aus diesen Noten heraus wird der Zuchtwert ermittelt, wie der Pferdefachberater Karl-Heinz Geiger erläuterte.

Vierköpfige Jury bewertete die jungen Haflinger

Zusammen mit Zuchtleiter Thorsten Große-Freese – die beiden arbeiten am Institut für Tierzucht der Landesanstalt für Landwirtschaft in München – gehörte er der vierköpfigen Jury an, zu der auch die Vorsitzende der Allgäuer Haflingerzuchtgenossenschaft, Barbara Müller aus dem Oberallgäuer Obermeiselstein, sowie Helmut Goßner aus Günzburg zählten.

Beim zweiten Durchgang am Nachmittag präsentierten sich die 17 Fohlen des Junghengstes Ansgar. Diese Präsentation war trotz Corona erlaubt, da es sich um eine Zuchtvorstellung handelte.

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Fohlenmärkte finden derzeit online statt

Da aber Fohlenmärkte derzeit nicht erlaubt sind, werden die Fohlen per Foto und auf Video festgehalten. So können sich interessierte Züchter im Internet die Haflinger genauer anschauen.