Schon wieder Betrugsversuche

Betrugsanrufe in Füssen: Falsche Polizisten nutzen "Rufnummer-Spoofing"

Trickbetrüger nutzen auch im Allgäu oft Anrufsmaschen.

Trickbetrüger nutzen auch im Allgäu oft Anrufsmaschen.

Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

Trickbetrüger nutzen auch im Allgäu oft Anrufsmaschen.

Bild: Alexander Kaya (Symbolbild)

In Füssen haben sich zehn Menschen bei der Polizei gemeldet, weil sie Anrufe von Betrügern bekommen haben. Die Anrufer nutzen oft das "Rufnummer-Spoofing".
17.11.2020 | Stand: 14:37 Uhr

Insgesamt zehn Menschen haben sich am Montagmittag bei der Polizei in Füssen gemeldet, weil sie von falschen Polizisten angerufen worden waren. Dabei handelt es sich laut Polizei um eine bekannte Betrugsmasche, bei der sich Betrüger am Telefon als Polizisten ausgeben. Durch erfundene Geschichten versuchen sie dann, das Vertrauen der Angerufenen zu gewinnen.

Häufig fordern die Betrüger im Zuge des Telefonats Bargeld oder Wertgegenstände als Gegenleistung dafür, dass die falschen Polizeibeamten sie vor angeblich bevorstehenden Straftaten schützen. Nach Angaben der Polizei gehören die Betrüger häufig zu Gruppierungen und rufen aus Callcentern an, die ihren Sitz im Ausland haben.

Betrüger nutzen "Rufnummer-Spoofing"

Besonders tückisch bei der Masche: Mithilfe des sogenannten "Rufnummer-Spoofing" können sich die Anrufer über das Internet eine beliebte Telefonnummer generieren lassen. Dadurch erscheinen bei den Opfern Telefonnummern im Display, die beispielsweise auf die 110 enden. Die örtliche Polizei telefoniert jedoch nicht mit solchen Rufnummern.

Wenn Menschen einen zweifelhaften Anruf bekommen und dabei persönliche Daten oder Informationen zum Vermögen preisgeben sollen, rät die Polizei, den Anruf umgehend zu beenden. Außerdem solle man den Vorfall bei der örtlichen Polizeidienststelle telefonisch unter 08362/91230 melden.

Die Füssener Bürger reagierten in den oben geschilderten Fällen wie von der Polizei empfohlen, sodass kein Schaden entstand.