Grünanlage im Visier

Bewegung, Entspannung, Begegnung: Das wünschen sich für Bürger für den Kurpark Pfronten

Wasser soll auch nach einer Umgestaltung der Grünanlagen nahe der Vils eine große Rolle spielen. Das bisherige Betonbecken mit Fontänen soll künftig aber naturnaher gestaltet werden.

Wasser soll auch nach einer Umgestaltung der Grünanlagen nahe der Vils eine große Rolle spielen. Das bisherige Betonbecken mit Fontänen soll künftig aber naturnaher gestaltet werden.

Bild: Markus Röck

Wasser soll auch nach einer Umgestaltung der Grünanlagen nahe der Vils eine große Rolle spielen. Das bisherige Betonbecken mit Fontänen soll künftig aber naturnaher gestaltet werden.

Bild: Markus Röck

Ende November soll ein neues Leitbild für den Kurpark festgelegt werden. Im April könnten die ersten Maßnahmen beginnen. Worauf die Bürger besonders Wert legen.
Wasser soll auch nach einer Umgestaltung der Grünanlagen nahe der Vils eine große Rolle spielen. Das bisherige Betonbecken mit Fontänen soll künftig aber naturnaher gestaltet werden.
Von Andreas Schubert
17.10.2020 | Stand: 11:07 Uhr

Der Pfrontener Kurpark soll auch künftig eher ruhige Angebote für Bewegung, Entspannung und Begegnung bieten, ergänzt von temporärer Gastronomie und verschiedenen kulturellen Angeboten. So fasste Ortsentwickler Jan Schubert im Kulturausschuss des Gemeinderats die bisherigen Ergebnisse der Arbeit an der „Entwicklungsplanung Kurpark 2025“ zusammen.

20 Jahre nach der jüngsten Umgestaltung der Grünanlagen werde damit das Konzept auf dem Prüfstand gestellt. Nachdem es im Juli und August schon zwei Workshops mit der Beteiligung von Bürgern und Behörden gegeben hatte, sollen die bisherigen Ergebnisse in einem dritten Workshop Ende November konkretisiert und das Leitbild „Kurpark 2025“ festgelegt werden. Anschließend soll das Konzept im Gemeinderat beraten und beschlossen werden. Nach der Klärung der Finanzierung im Rahmen der Haushaltsberatungen im Januar/Februar kommenden Jahres soll mit der Umsetzung der ersten Maßnahmen im April begonnen werden. Diese Vorgehensweise billigte der Kulturausschuss einstimmig.

Wofür steht der Kurpark 2020 in Pfronten?

Die wichtigsten Fragestellungen der bisherigen Workshops lauteten: Was hat sich am Konzept des Kurparks bewährt und was nicht? Welche Anforderungen sind dazu gekommen oder haben sich geändert? Es müsse geklärt werden, „wofür steht der Kurpark 2020“, erklärte Schubert.

Ökologische Funktionen im Blick

Die Beteiligung der zuständigen Behörden (Untere Naturschutzbehörde, Wasserwirtschaftsamt, Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten) hatte erbracht, dass der Kurpark in seiner ökologischen Funktion nicht beeinträchtigt werden sollte. Er dient unter anderem als ökologische Ausgleichsfläche und der Baum- und Pflanzenbestand sollte geschützt werden.

Scherpunkte für die Nutzung des Pfrontener Kurparks

Aus den Reihen der Bürger wurden folgende aktuelle Nutzungsschwerpunkte geäußert:

  • Ort der Begegnung, Kultur in Form von Kunstausstellungen und Konzerten
  • Spiel und Bewegung (Boule/Schach)
  • Ort der ruhigen Erholung
  • Wasserflächen (Becken, Brunnen, Bäche)
  • Gesundheit (Yoga und Kneippangebote)
  • Spielplatz für Kinder
  • Musikpavillon als Bühne und Aktionsfläche für Events
  • Eishalle
  • Wertvoller Baumbestand
  • Als künftige Nutzungsschwerpunkte des wurden folgende Wünsche geäußert:
  • Der Kurpark solle eher ruhige Angebote für Bewegung, Entspannung und Begegnung bieten.
  • Es sollte temporäre gastronomische Angebote verschiedenen Anbieter geben.
  • Kulturelle Angebote („Eiskeller im Sommer“, Konzerte und Open-Air-Kino)
Grundsätzlich sollte es keinen Totalumbau oder Neuanlage des Kurparks geben. Das Ziel sollte eine Attraktivierung sein, die aus dem Bestand heraus entwickelt wird. Mehrheitlich abgelehnt werden die Entstehung eines Sportparks und/oder einer Partyzone. Ebenfalls unerwünscht sind ein Rummelplatz, viel Aktionismus oder der Bau eines Biergartens.