Klimawoche

Bischof Meier in Füssen: Die Schöpfung respektvoll behandeln

Klimawoche

Beim feierlichen Gottesdienst in der Kirche Zu den Acht Seligkeiten in Füssen-West waren gleich zwei Bischöfe anwesend (von rechts) Bischof Bertram Meier aus Augsburg und Erzbischof Benjamin Ndiaye aus dem Senegal. Füssens Stadtpfarrer Frank Deuring, Kaplan Joshi und Diakon Fredl Hofmann gestalteten gemeinsam mit Ministranten und Gemeindemitgliedern den Abschluss der Klimawoche.

Bild: Heike Heel

Beim feierlichen Gottesdienst in der Kirche Zu den Acht Seligkeiten in Füssen-West waren gleich zwei Bischöfe anwesend (von rechts) Bischof Bertram Meier aus Augsburg und Erzbischof Benjamin Ndiaye aus dem Senegal. Füssens Stadtpfarrer Frank Deuring, Kaplan Joshi und Diakon Fredl Hofmann gestalteten gemeinsam mit Ministranten und Gemeindemitgliedern den Abschluss der Klimawoche.

Bild: Heike Heel

Zum Abschluss der Ostallgäuer Klimawoche findet Gottesdienst in Füssen mit zwei Bischöfen statt. Bis wann die Diözese klimaneutral werden soll.
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Von Heike Heel
20.10.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Zu Abschluss der Ostallgäuer Klimawoche haben sich weit über 100 Besucher in der Kirche Zu den Acht Seligkeiten in Füssen-West versammelt. Zum Gottesdienst kamen gleich zwei Bischöfe. Das Thema Klimaschutz dürfe sich nicht auf eine Woche beschränken, machten sie deutlich. Die Bewahrung der Schöpfung sei eine tägliche Aufgabe.

Augsburgs Bischof Bertram Meier und Stadtpfarrer Frank Deuring begrüßten die Gottesdienstbesucher und besonders den aus dem westafrikanischen Senegal angereisten Erzbischof Benjamin Ndiaye. Der 72-jährige Geistliche wurde im Juni 2001 von Papst Franziskus zum Erzbischof von Dakar, der senegalesischen Hauptstadt, ernannt. Im Senegal sind etwa 90 Prozent der Bevölkerung muslimisch, nur fünf bis sieben Prozent sind Christen, diese mehrheitlich katholisch. Auch in dem westafrikanischen Land ist Klimaschutz mittlerweile kein Fremdwort mehr und die daraus entstehenden menschlichen Konflikte sind allgegenwärtig. Auf Französisch richtete Bischof Benjamin seine Grußworte an die Füssener Kirchengemeinde und berichtete über die schöpfungstheologische Sicht aus dem Senegal. „Jesus zeigte sich als Diener seines Vaters und sollte die Präferenz sein, um anderen zu dienen“, so der Erzbischof.

Es ist kurz vor Zwölf

Bischof Meier, der seinen allerersten Hirtenbrief über die Bewahrung der Schöpfung geschrieben hatte, predigte eindringlich: Der Mensch sei die Krone der Schöpfung und solle diese respektvoll behandeln. Es sei kurz vor Zwölf und es werde intensiv daran gearbeitet, die Diözese bis 2030 klimaneutral werden zu lassen. „Gott möchte, dass die Erde ein Garten bleibt und nicht als Schutthalde endet“, so die mahnenden Worte vom Bischof, der im Anschluss an seine Predigt gemeinsam mit den Anwesenden für ein intaktes Ökosystem betete. Die musikalische Untermalung des Gottesdienstes übernahm der neue Jugendchor „JC Singers“ unter der Leitung von Sabrina Tiedtke, die den Chor auf der Gitarre begleitete. Für den Rhythmus sorgte Benedikt Plitzner mit seiner Cachon. Von Pastoralmitarbeiterin Brigitte Böck gab es einen kurzen Rückblick auf den in der Aktionswoche stattgefundenen Familiengottesdienst „Kurz und Knackig“ am Hopfensee und Barbara Henle vom Kindergarten St. Gabriel berichtet über die Sammelaktion zur Müllvermeidung bei den Brotzeiten der Kleinsten.

Influencer fürs Klima

Zum Ende hin wurden die digitalen Naturbilder aus dem Fotowettbewerb für Kinder und Jugendliche „Influencer fürs Klima“ auf dem Bildschirm in der Kirche gezeigt. Bischof Meier zeigte sich davon sehr beeindruckt und meinte, man solle die Fotos in Ruhe auf sich wirken lassen, um zu sehen, wie schützenswert unsere Natur ist. Und so genossen die Besucher in aller Stille die schönen Fotos, die in Füssen und Umgebung entstanden sind.

Der Augsburger Bischof betonte, dass man die Schöpfung nicht mit geballten Fäusten, sondern mit gefalteten Händen nach vorne bringe. Auch wenn die Klimaaktionswoche im Ostallgäu nunmehr beendet sei, sollte das wichtige Thema Klimaschutz weiterhin in den Köpfen bleiben.

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