Wird die Stadt den Vertrag verlängern?

Boule-Freunde aus Füssen bangen um ihren Platz

Das neu gewählte Führungsteam der Boule-Freunde Füssen (von links).: zweiter Vorsitzender Rudolf-Dieter Kleß, Kassenwart Monika Kraus, Schriftführer Jörg Fischer, Platzwart Manfred Sieber, Vorsitzender Rudolf Ibald und Sportwart Werner Gerbeth.

Das neu gewählte Führungsteam der Boule-Freunde Füssen (von links).: zweiter Vorsitzender Rudolf-Dieter Kleß, Kassenwart Monika Kraus, Schriftführer Jörg Fischer, Platzwart Manfred Sieber, Vorsitzender Rudolf Ibald und Sportwart Werner Gerbeth.

Bild: Ibald

Das neu gewählte Führungsteam der Boule-Freunde Füssen (von links).: zweiter Vorsitzender Rudolf-Dieter Kleß, Kassenwart Monika Kraus, Schriftführer Jörg Fischer, Platzwart Manfred Sieber, Vorsitzender Rudolf Ibald und Sportwart Werner Gerbeth.

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Bei der Jahresversammlung des Vereins heißt es: Die Stadt Füssen kann die Nutzungsdauer bis zum Jahr 2029 nicht zusichern.
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Von Rudolf Ibald
04.08.2022 | Stand: 15:00 Uhr

Nicht nur gute Nachrichten gab es für die Boule-Freunde Füssen bei ihrer Jahresversammlung: Denn möglicherweise verliert der Verein sein Gelände an der Morisse früher als gedacht. Eine Nutzung in den laut Vertrag noch verbleibenden sieben Jahren sei nicht gewährleistet. Eine neue Boule-Anlage könnte zwar auf dem Sportgelände im Weidach entstehen, noch unklar ist aber, wie der Verein die dafür anfallenden Kosten von mindestens 25.000 Euro schultern soll.

Bei der Jahresversammlung wurde über ein Treffen berichtet zwischen dem Bürgermeister und vier weiteren Vertretern der Stadt Füssen sowie Rudi Ibald, Rudi Kleß und Manfred Sieber von den Boule-Freunden. Dabei habe die Stadt Füssen dem Verein folgendes eröffnet, teilen die Boule-Freunde mit: Die im Vertrag beschriebene Nutzungsdauer 2029 könne nicht mehr gehalten werden, auch die Option einer fünfjährigen Vertragsverlängerung entfällt. Der Platz müsse bei einem Kauf durch einen Investor veräußert werden. Die Stadt erarbeite daher einen neuen Erbpachtvertrag mit gleichzeitiger Erhöhung der Pacht.

Wo es einen möglichen Ausweichplatz geben könnte

Als möglichen Ausweichplatz habe die Stadt ein Gelände auf den Weidach-Sportanlagen angeboten. Die entstehenden Kosten – laut den Boule-Freunden mindestens 25.000 Euro – muss der Verein jedoch selbst tragen. Die Mitglieder der Boule-Freunde müssen nun entscheiden, ob ein Wechsel des Platzstandorts für den Verein finanziell grundsätzlich tragbar ist. Dazu wird ein Finanzierungskonzept zu erarbeiten sein, das dem Verein überhaupt ein Überleben ermöglicht, wird mitgeteilt. Erstes Mittel ist die Erhöhung der Beiträge ab 2023, was den Mitgliedern – meist Rentnern – nicht leicht falle. Weiter soll nach Gönnern des Vereins gesucht werden. Auch die Durchführung von Turnieren, was in den vergangenen Jahren corona-bedingt nicht gelang, ist geplant.

Zur Jahresversammlung waren von den 58 stimmberechtigten Mitgliedern 24 erschienen. Allen Mitgliedern wurden vorab schriftlich die Rechenschaftsberichte der Ressortleiter zugesendet mit Abstimmung per Umlaufbeschluss. Der Kassier konnte ein positives Ergebnis vorlegen. Bei den Neuwahlen wurden einstimmig gewählt: Vorsitzender Rudolf Ibald; zweiter Vorsitzender Rudolf-Dieter Kleß; Kassenwart Monika Kraus (neu im Amt); Schriftführer Jörg Fischer; Sportwart Werner Gerbeth; Platzwart Manfred Sieber. Zu den Kassenprüfern für das Geschäftsjahr 2022 wurden Dieter Wittmann und Mathias Ullmann gewählt.