Bebauungsplan

Caritasheim in Seeg bekommt drei Stockwerke

Das Caritasheim in Seeg soll umgebaut und saniert werden. Laut der neuestesn Entscheidung des Gemeinderats ist nun ein dreistöckiger Gebäudekomplex geplant.

Das Caritasheim in Seeg soll umgebaut und saniert werden. Laut der neuestesn Entscheidung des Gemeinderats ist nun ein dreistöckiger Gebäudekomplex geplant.

Bild: Benedikt Siegert

Das Caritasheim in Seeg soll umgebaut und saniert werden. Laut der neuestesn Entscheidung des Gemeinderats ist nun ein dreistöckiger Gebäudekomplex geplant.

Bild: Benedikt Siegert

Gemeinderat diskutiert über eingegangen Stellungnahmen und warum das Gebäude besser höher als breiter werden soll
07.10.2020 | Stand: 18:00 Uhr

Darf der Gebäudekomplex des Seeger Caritasheims dreistöckig werden oder soll in die Breite gebaut werden? Das war der Kernpunkt der Diskussion in der jüngsten Sitzung des Seeger Gemeinderats. Am Ende entschloss sich der Rat einstimmig für die geringfügig höhere Bauweise und damit gegen mehr Flächenverbrauch.

Der Rat entschied unter anderem über diese Frage im Zuge der Abwägung der eingegangenen Stellungnahmen zum Bebauungsplan für das Caritasheim. Nach ausführlicher Diskussion bestimmte das Gremium am Ende einstimmig die notwendige Satzung. Bürgermeister Markus Berktold gab dabei die Sitzungsleitung an seinen Vize von der GZS-Fraktion (Gemeinsame Zukunft Seeg) Lorenz Schnatterer ab, da der Gemeindechef auch ehrenamtlicher Vorstand der Seeger Caritasstiftung ist.

Hinweis auf denkmalgeschützte Kapelle

Viele Stellungnahmen enthielten keine Einwände oder nur redaktionelle Änderungen. Von Relevanz war allerdings der Hinweis des Denkmalschutzes auf die geschützte Kapelle als Teil des Gebäudekomplexes. Der Lärmschutz des bestehenden langgestreckten Westteils des Heimes entlang der parallel verlaufenden Staatsstraße 2008 wird auf fachkundigen Rat des Planers Thomas Haag vom Büro Abtplan entgegen des Wunsches der Unteren Immissionsschutzbehörde bei Ostallgäuer Landratsamt (LRA) erst bei der konkreten Genehmigungsplanung untersucht.

Die LRA-Abteilung Städtebau monierte, die „historisch gewachsene Dorfstruktur“ sei durch die Dreigeschossigkeit nicht mehr eingehalten. Gegenargument des Gebäudeplaners und Architekten Otto Blender: Im Vergleich zum elf Meter hohen, nahe gelegenen „Wiesenpark“-Areal sieht er die elfeinhalb Meter Höhe des Caritasbaues als maßvoll an. Außerdem bestehe der Hauptkörper bereits aus zwei Geschossen und einem integrierten Dachgeschoss. Nicht drei Geschosse zuzulassen würde laut Blender bedeuten, in die Fläche bauen zu müssen, mehr versiegeln und weniger Eingrünung erhalten zu können.

Hier hakte GZS-Ratsmitglied Michael Epple ein, der die Fläche des Innenhofes unbedingt erhalten sehen will, „vor allem in Zeiten von Corona.“ Die drei Ratsmitglieder der DBS-Fraktion (Demokratische Bürger Seeg) Josef Gast, Ludwig Mayer und Richard Dopfer hielten die künftige Höhe des Westtraktes, entlang der Staatsstraße, für zu hoch. Der Bürgermeister erinnerte, dass die Höhen vom Rat in einer früheren Sitzung bereits beschlossen worden waren. Außerdem, sagte Wolfgang Endras (GZS), werde dieser bisherige Verbindungsbau entlang der Staatsstraße ja keine hohe Wand, sondern ein in Stockwerke mit Fenstern gegliederter Baukörper.