Bühnenspektakel

Corona bringt „Zeppelin“ in Füssen nicht zum Absturz

Beim "Zeppelin"-Musical wird dem Publikum im Füssener Festspielhaus viel geboten.

Beim "Zeppelin"-Musical wird dem Publikum im Füssener Festspielhaus viel geboten.

Bild: Benedikt Siegert

Beim "Zeppelin"-Musical wird dem Publikum im Füssener Festspielhaus viel geboten.

Bild: Benedikt Siegert

Obwohl die Pandemie am Festspielhaus nicht vorbei geht, eine Aufführung verhindert und Änderungen erforderlich macht, zieht das Haus eine positive Bilanz.
13.11.2021 | Stand: 18:47 Uhr

Trotz Beeinträchtigungen durch Corona – eine Vorstellung musste sogar komplett abgesagt werden – hat das Festspielhaus Neuschwanstein in Füssen eine positive Bilanz des ersten Aufführungsblocks des neuen Musicals „Zeppelin“ gezogen. „Wir hatten eine große Nachfrage und rund 25 000 Tickets verkauft. Ein voller Erfolg!“, erklärte Theaterdirektor Benjamin Sahler auf Nachfrage unserer Zeitung. Man glaube ebenso wie Komponist Ralph Siegel daran, dass dieses Musical großes Potenzial habe und in die Welt gehen werde.

Regeln werden konsequent überwacht

In Sachen Corona halte das Festspielhaus die Vorgaben der Behörden nicht nur ein, sonder übererfülle sie, da die Gesundheit von Publikum und Mitarbeitern an erster Stelle stehe, erklärt Sahler. So wurden bei den „Zeppelin“-Aufführungen beim Einlass ins Gebäude die Einhaltung der Corona-Regeln durch das Publikum und die Maskenpflicht im Saal konsequent überwacht. Die Darsteller wurden täglich getestet, dennoch sei es zu Infektionen gekommen. Nachdem ein Darsteller positiv auf Corona getestet wurde, wurden er und enge Kontaktpersonen unverzüglich in Quarantäne geschickt. Als Schnelltests bei weiteren Künstlern positiv ausfielen, sagte das Theater Ende Oktober eine Vorstellung ab und führte bei sämtlichen 122 an der Produktion beteiligten Künstlern und Mitarbeitern des Hauses PCR-Tests durch. Auch bei vollständig Geimpften, obwohl es für sie wie auch für Kontaktpersonen keine behördliche Quarantäne- oder Testpflicht mehr gibt. Die Theaterleitung habe laut Sahler auf Nummer Sicher gehen und weitere Risiken in jedem Fall vermeiden wollen. Nachdem die Testergebnisse am folgenden Nachmittag vorlagen, wurde der Spielbetrieb wieder aufgenommen, sicherheitshalber aber nur noch mit vollständig Geimpften, die zudem weiter täglich getestet werden. Die entstandenen Lücken im Cast wurden durch nachrückende Darsteller neu besetzt. Da aus Sicherheitsgründen auch keine Kinder mehr auf der Bühne eingesetzt werden, wurde die Szenenfolge des Musicals geringfügig abgewandelt.

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Publikum zeigt Verständnis für Änderungen

Sehr dankbar sei er dem Publikum, das sehr verständnisvoll auf die Änderungen reagiert habe, teilt Theaterdirektor Sahler mit. Die Mitwirkenden hätten alles gegeben, um den Gästen eine tolle Show zu bieten, die die Leistungen mit Standing Ovations und oft minutenlangem Schlussapplaus honorierten.

Auftritte im Fernsehen

Damit auch die folgenden Blöcke des „Zeppelins“ ihr Publikum finden – der nächste beginnt Mitte Mai – wird das Musical bundesweit und in den Nachbarländern vermarktet. Man sei schon in zwei großen Fernsehshows wie der Florian-Silbereisen-Show vertreten gewesen und weitere Formate haben laut Sahler ihr Interesse angemeldet.

Nun gehört die Bühne im Festspielhaus Neuschwanstein mit „Ludwig²“ wieder dem bayerischen Märchenkönig (siehe eigene Meldung), gefolgt von der Weihnachtsedition des „Schwanenprinzen“ und dem Musical „Schatzinsel“ im Januar. Dazu kommen im Dezember klassische Konzerte und Ballett von Königswinkel Klassik und weitere Events verschiedener Veranstalter. Im Frühjahr werden dann wieder Proben mit dem Musical „Zeppelin“ aufgenommen.

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