Curling

Curling-Nationalteam wartet bei WM noch auf ersten Sieg

Der Füssener Uli Kapp fungiert bei der Curling-WM in Kanada als Bundestrainer

Der Füssener Uli Kapp fungiert bei der Curling-WM in Kanada als Bundestrainer

Bild: Benedikt Siegert (Archiv)

Der Füssener Uli Kapp fungiert bei der Curling-WM in Kanada als Bundestrainer

Bild: Benedikt Siegert (Archiv)

Fünf Niederlagen setzte es bislang für die Mannschaft um den Füssener Joshua Sutor und Bundestrainer Uli Kapp. Jetzt wartet ausgerechnet der Spitzenreiter.
05.04.2021 | Stand: 15:35 Uhr

Kommt das junge deutsche Curling Team um den Füssener Joshua Sutor ausgerechnet gegen Tabellenführer Norwegen bei der laufenden Weltmeisterschaft im kanadischen Calgary zu seinem ersten Punkt? 5:0 lautet die bisherige makellose Bilanz der Norweger. Fünf Niederlagen weist dagegen die Bilanz für das deutsche Nationalteam um Skip Sixten Totzek (Baden-Hills) aus. Doch noch sind einige Partien ausstehend, 13 Vorrundenspiele sind zu absolvieren.

Erklärtes Ziel der Deuschen Curling Nationalmannschaft ist die Quali für Olympia

Aus dem Füssener Club wurden neben Sutor Dominik Greindl und Marc Muskatewitz von Bundestrainer Uli Kapp (ebenfalls Füssen) berufen. Erklärtes Ziel der Athleten ist die direkte Qualifikation für die Olympischen Spiele zu erreichen. Die Winterspiele finden bekanntlich 2022 in Peking statt. Dafür würde bei der WM der sechste Platz reichen – möglicherweise auch Platz sieben. Doch die angestrebte Platzierung rückt in weite Ferne, nachdem jetzt bereits mehr als ein Drittel der WM-Vorrunde absolviert ist. Noch gibt es aber Chancen für die junge Mannschaft, im Teilnehmerfeld nach oben zu gleiten. Denn mit Ausnahme von Norwegen haben alle anderen Teams keine weiße Weste mehr.

Denkbar schlechter Start ins Turnier für deutsche Curler

Im Rückblick auf den bisherigen Turnierverlauf fällt aus deutscher Sicht vor allem die Auftaktbegegnung gegen Japan ins Auge: Totzek und Co. hatten nach langer Quarantäne einen denkbar schlechten Start erwischt. Im ersten End – meint Spiel in der Curlersprache – durfte der Gegner vier Steine schreiben. Danach habe das Team sich nach denkbar schlechtem Anfang gefangen und gut aufgeholt, wie der Ex-Curler Holger Höhne meint. Gegenüber unserer Zeitung erklärte der mehrfache Medaillengewinner zur 5:8-Niederlage zum Auftakt: „Am Schluss haben der deutschen Mannschaft die vier gewonnenen Steine der Japaner aus dem ersten End wehgetan.“

Weiter schwere Aufgabe für deutsche Curler

Es folgten direkt nacheinander vier Niederlagen: 5:8 gegen die Schweiz, 5:7 gegen die USA, 3:9 gegen Italien und 4:6 gegen Russland. Die Aufgabe werden für Team Deutschland jedoch nicht leichter: Nach den bislang ungeschlagenen Norwegern wartet Schottland auf das Team von Trainer Uli Kapp.