Ehrungsabend

Das Ziel: Musik wieder erlebbar machen

MV Prem Geehrte

Der Musikverein Prem hatte eigens einen Ehrungsabend für seine aktiven Musikanten organisiert: (vorne von links) Matthias Heißerer, Katharina Schenk und Marie Therese Palkowitsch (alle drei für 10 Jahre), Susanne Kleber (für 15 Jahre); (hinten von links) Dirigent Manfred Schmölz, Manuel Schmölz, Thomas Ott, Tobias Reichart (alle drei für 25 Jahre), Alfred Greißl und Stefan Niggl (für 40 Jahre), Gottfried Groß (Bezirksleiter Allgäu-Schwäbischer Musikbund Bezirk III Füssen). Es fehlt: Xaver Schmid (25 Jahre).

Bild: Gwendolin Sieber

Der Musikverein Prem hatte eigens einen Ehrungsabend für seine aktiven Musikanten organisiert: (vorne von links) Matthias Heißerer, Katharina Schenk und Marie Therese Palkowitsch (alle drei für 10 Jahre), Susanne Kleber (für 15 Jahre); (hinten von links) Dirigent Manfred Schmölz, Manuel Schmölz, Thomas Ott, Tobias Reichart (alle drei für 25 Jahre), Alfred Greißl und Stefan Niggl (für 40 Jahre), Gottfried Groß (Bezirksleiter Allgäu-Schwäbischer Musikbund Bezirk III Füssen). Es fehlt: Xaver Schmid (25 Jahre).

Bild: Gwendolin Sieber

Der Musikverein Prem würdigt das Engagement von langjährigen Mitgliedern. Bezirksleiter des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes motiviert, dran zu bleiben.
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Von Gwendolin Sieber
11.08.2021 | Stand: 12:00 Uhr

„Es ist ganz wichtig, dass man sich auch in diesen Zeiten etwas einfallen lässt und schaut, dass man uns nicht vergisst“, lobte Gottfried Groß, Bezirksleiter des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes Bezirk III Füssen, die Idee des Musikvereins Prem zum Ehrungsabend. Bisher wurden die Ehrungen langjähriger Musiker im Rahmen des Jahreskonzerts am zweiten Weihnachtsfeiertag vorgenommen. Da dieses Konzert 2020 wegen Corona nicht stattfinden konnte, lud Dirigent Manfred Schmölz nun zu diesem besonderen Abend ins Gasthaus Lechaue ein.

800 Mitgliedskapellen im Allgäu-Schwäbischen Musikbund haben Coronafolgen deutlich gespürt

Das kulturelle Leben ist laut Groß in der vergangenen Zeit stark betroffen gewesen, das hätten die 800 Mitgliedskapellen im Allgäu-Schwäbischen Musikbund mit seinen rund 40 000 aktiven Musikanten deutlich gespürt. „Musik wieder erlebbar und zugänglich zu machen“, laute nun das Ziel. Jeder Verein mache dies ein bisschen anders, beispielsweise mit Abendserenaden, Dämmer- oder Frühschoppen. „Mein Wunsch und meine Bitte: Bleibet do dro, moched mit, schaued, dass ma weiterhin probed“, denn nur so könne man dem musikalischen Nachwuchs eine Perspektive zum Weitermachen geben.

Groß nutzte die Gelegenheit, um auch im Namen des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes „Dankschea zum Sage“. Insgesamt zehn Ehrungen – für zehn bis 40 Jahre aktives Musizieren – konnte er dabei vornehmen. Für die beiden höchsten Ehrungen mit je 40 Jahren aktiver Musikerlaufbahn überreichte er die Ehrenkarte, die zum kostenlosen Besuch aller Veranstaltungen des Allgäu-Schwäbischen Musikbundes berechtigt. Er honorierte die „enorme Leistung“ der zwei Musiker – Alfred Greißl (Klarinette) und Musikvorstand Stefan Niggl (Tuba).

Der durchschnittliche Musikant ist 90 bis 100 Mal pro Jahr unterwegs

Im Durchschnitt sei ein Musikant 90 bis 100 Mal pro Jahr unterwegs zu Proben oder Auftritten. Dieses Hobby sei außerdem auch nicht saisonbedingt – ein Musikant sei zwölf Monate im Jahr gefordert. „Da ist es unwahrscheinlich wichtig, gerade im Dorf, dass es immer wieder Leute gibt, die immer da sind und auf die man sich verlassen kann“, so Groß. Vom Verein erhielten Greißl und Niggl je einen „Holz-Musikant“. Niggl ist zudem seit 2008 Vorsitzender des Musikvereins. „Überall, wo man ihn gebraucht hat, ist er eingesprungen“, zählt Groß die in chronologischer Reihenfolge gespielten Instrumente auf: Tenorhorn, Waldhorn, Tuba, Posaune, Tuba.

Musikalisch umrahmt wurde der Abend, der aufgrund der aktuellen Corona-Lage nur für geladene Gäste vorbehalten war, von den „Quetschsaiten“, einer Gruppe um Dirigent Manfred Schmölz. Auch einen von Schmölz selbst komponierten Landler „Zwischen Lech und Ammer“ spielte die vierköpfige Musikgruppe – eine weitere Premiere des Abends.

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Geehrte Musikanten:

  • Ehrung für zehnjähriges aktives Musizieren: Matthias Heißerer (Trompete), Marie Therese Palkowitsch (Flöte), Katharina Schenk (Klarinette)
  • Ehrung für 15-jähriges aktives Musizieren: Susanne Kleber (Waldhorn)
  • Ehrung für 25-jähriges aktives Musizieren: Thomas Ott (Schlagzeug), Tobias Reichart (Trompete), Xaver Schmid (Waldhorn), Manuel Schmölz (Flügelhorn)
  • Ehrung für 40-jähriges aktives Musizieren: Alfred Greißl (Klarinette), Stefan Niggl (Tuba)