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Der Christbaum auf dem Münchner Marienplatz kommt aus Steingaden

Aufstellen des Christbaums vor dem Rathaus in München

Seit Mitte der Woche steht der Baum aus Steingaden auf dem Marienplatz in München.

Bild: Peter Kneffel, dpa

Seit Mitte der Woche steht der Baum aus Steingaden auf dem Marienplatz in München.

Bild: Peter Kneffel, dpa

Klostergemeinde springt für Verona ein und sorgt so 2020 für den Weihnachtsbaum am Marienplatz. Wie es dazu gekommen ist.
28.11.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Die Klostergemeinde Steingaden hilft der Landeshauptstadt München aus: Denn die Stadtverwaltung wurde langsam nervös und sorgte sich darum, einen Christbaum für den Marienplatz zu bekommen. Eigentlich hätte der Baum in diesem Jahr aus der italienischen Stadt Verona kommen sollen. Doch das erwies sich heuer – wieder einmal Corona-bedingt – als unmöglich, auch in anderen Kommunen bekamen die Münchener nur Absagen.

Steingaden hatte sich bereits vor Jahren bereiterklärt, einen Baum für München zu besorgen

Steingadens Bürgermeister Max Bertl aktivierte daraufhin eine Schar von Helfern, Fachleuten und Handwerkern, die einen möglichen Weihnachtsbaum in der Gemeinde fanden und liefern konnten. Die Gemeinde hatte sich schon vor Jahren dazu bereiterklärt, einen Baum für München zu besorgen. Weil es jetzt eng wurde, erinnerten sich die Münchner wieder daran und fragten noch mal nach, berichtet Bürgermeister Bertl. Er habe sofort reagierte und wollte das alte Versprechen einlösen. Allerdings stand ihm zunächst kein Baum zur Verfügung. Doch dann stand er da, der 28 Meter hohe Baum – mitten im Ort, direkt an der B 17, gegenüber vom Gasthaus Graf. Der Baum aus einem Privatgarten passte genau in das gewünschte Schema – und hätte sowieso gefällt werden müssen.

Mittels Autokran wurde der Baum aus der Klostergemeinde Steingaden abtransportiert. Der Bürgermeister hatte dafür eine Schar von Helfern aktiviert.
Mittels Autokran wurde der Baum aus der Klostergemeinde Steingaden abtransportiert. Der Bürgermeister hatte dafür eine Schar von Helfern aktiviert.
Bild: Stefan Fichtl

Baum wurde mit Hilfe eines Autokrans gefällt

Am Dienstagnachmittag trafen dann Bürgermeister, das Fällkommando, Feuerwehrleute und Transportunternehmen ein, um die Aktion zu starten. Erst wurde der Baum freigeschnitten und störende Äste entfernt. Ein Autokran sicherte das Exemplar. Nachdem sich die Motorsäge durch den Stamm durchgearbeitet hatte, hievte der Kran den Baum auf den Holztransporter. Bereits in der folgenden Nacht wurde der Baum in die Landeshauptstadt transportiert.

Dort soll er pünktlich zum ersten Adventswochenende in seiner herrlichen Pracht auf dem Marienplatz erstrahlen.