Naturschutz

Der Kurpark ist ein „Juwel für Schwangau“

Spieplatz im Kurpark Schwangau

Für den Kurpark soll ein Gesamtkonzept entstehen. Erste Ergebnisse könnten im Sommer dem Gemeinderat vorgelegt werden.

Bild: Benedikt Siegert

Für den Kurpark soll ein Gesamtkonzept entstehen. Erste Ergebnisse könnten im Sommer dem Gemeinderat vorgelegt werden.

Bild: Benedikt Siegert

Bürgermeister Stefan Rinke informierte den Gemeinderat über den aktuellen Planungsstand im Kurpark. Ratsmitglieder wollen gerne mit den Spielplätzen beginnen. Warum das so schnell wohl nicht klappt
07.05.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Bürgermeister Stefan Rinke spricht von einem „Juwel für Schwangau“, als er den Gemeinderat über den Planungsstand im Kurpark informiert. Zur Daueraufgabe gehöre wegen des Natur- und Klimaschutzes vor allem der Erhalt der Arten- und Lebensraumvielfalt. Der Kurpark sei als besonders wertvoller Lebensraum bekannt – er ist Ort für Entspannung und Regeneration. Die Gemeinde will die beiden Spielplätze erneuern – dabei soll auch ein nachhaltiges Gesamtkonzept erstellt werden.

Für über 17 700 Euro ist der Auftrag an Professorin Ulrike Pröbstl-Haider vergeben worden. Sie ist Leiterin der Arbeitsgruppe für Landnutzungsplanung und des Instituts für ökologische Forschung in Bad Kohlgrub sowie Professorin am Institut für Landschaftsentwicklung, Erholungs- und Naturschutzplanung an der Universität für Bodenkultur Wien. Sie soll ein Zukunftsprojekt entwickeln. Davor soll allerdings erst mal der Bestand erfasst werden. Auf dieser Grundlage wird ein Pflanz-, Pflege- und Entwicklungsplan konzipiert, heißt es in der Beschlussvorlage des Gemeinderates. „Hierbei soll der Klimaschutz besondere Berücksichtigung finden.“ Der Auftrag umfasst auch die Neugestaltung der Kinderspielplätze, Kneipanlagen und des Dorfweihers mit Gebäude – unter ökologischen Kriterien. Die Umsetzung kann allerdings erst dann angegangen werden, wenn eine Förderzusage der Regierung von Schwaben vorliegt. Bis zum Sommer soll ein erster Entwurf des Gesamtkonzeptes dem Gemeinderat vorgelegt werden.

Bestimmte Bereiche vorziehen

Aus dem Gremium kam die Anregung, ob man bestimmte Bereiche – etwa die Spielplätze – vorziehen könnte und wie lange das dauert. „Das ist völlig klar“, sagte Bürgermeister Rinke, aber zuerst braucht es einen Plan. Außerdem sei es notwendig, dass sich die Gemeinde an Regeln halten müsse, wenn öffentliches Fördergeld im Spiel ist. Vorsichtig schätzt das Gemeindeoberhaupt, dass es im Sommer losgehen könnte.

Michael Weisenbach (CSU) hält diesen Zeitplan für unrealistisch. Mit Blick auf die Ausschreibung dauere das länger. „Wir sollten das nicht hektisch machen, sondern vernünftig“, sagte Weisenbach. Wenn die Spielplätze jetzt noch ein Jahr länger im aktuellen Zustand blieben, sei das vertretbar in Anbetracht dessen, wie lange sie dort schon stehen.

Rinke betonte, dass niemand etwas zurückhalten oder bremsen wolle und stimmte Weisenbach zu – der genaue Zeitplan sei einfach noch nicht zu beantworten. Der Gemeinderat hat den aktuellen Planungsstand einstimmig zur Kenntnis genommen, die Pläne sollen weiterverfolgt werden.

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