Füssen

Deutscher Meistertitel geht nach Füssen

Lena Kapp und Marc Muskatewitz vom Curling Club Füssen holten sich den deutschen Meistertitel im Curling Mixed Doubles.

Lena Kapp und Marc Muskatewitz vom Curling Club Füssen holten sich den deutschen Meistertitel im Curling Mixed Doubles.

Bild: Foto: Kapp

Lena Kapp und Marc Muskatewitz vom Curling Club Füssen holten sich den deutschen Meistertitel im Curling Mixed Doubles.

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Curling Lena Kapp und Marc Muskatewitz holen ersten Platz bei Mixed Doubles. Weltmeisterschaften in Kanada und Schottland abgesagt
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Von pm
30.03.2020 | Stand: 14:59 Uhr

Lena Kapp und Marc Muskatewitz vom Curling Club Füssen haben die Deutsche Curlingmeisterschaft im Mixed Doubles gewonnen. Mixed Doubles ist seit 2018 eine neue olympische Curling Disziplin. Eine Mannschaft besteht nur aus einer Frau und einem Mann (sonst sind es vier Athleten), die nur fünf Steine abwechselnd mit der gegnerischen Mannschaft spielen. Acht Durchgänge werden gespielt, das Spiel ist etwas komplexer, schneller, aber ziemlich anstrengend, weil jeder alles machen muss.

Im Landesleistungszentrum Schwenningen kämpften acht Teams aus ganz Deutschland um den nationalen Titel und gleichzeitig die Ausscheidung für die Weltmeisterschaft Ende April in Kanada. Diese findet wegen der Corona-Krise allerdings nicht mehr statt.

Nach einer Auftaktniederlage gegen die Schwenninger Lokalmatadoren Wunderlich/Tischler entschieden Kapp/Muskatewitz alle weiteren Partien klar für sich und standen im Finale gegen die Favoriten Pia-Lisa Schöll (EC Oberstdorf)/Klaudius Harsch (Baden-Hills), die im Dezember beim Qualifikationsturnier in Schottland den deutschen Curling Verband eindrucksvoll mit acht Siegen für die A-Weltmeisterschaft qualifizierten. Die Begegnung war spannend bis zum letzten Stein. Schöll versuchte, mit einem langsamen, schweren Take-out zwei Punkte zum 7:7-Gleichstand zu schreiben, aber dies misslang und so war der Jubel groß bei Kapp und Muskatewitz. Weitere Füssener Athleten belegten folgende Plätze: Fünfte Mia Höhne, Siebte Sophia Rösel, Achter Peter Gaedeke und Tina Heiß.

Die Weltmeisterschaft in Kanada hätte vom 18. bis 25. April in Kelowna, British Columbia/Kanada, mit insgesamt 20 Nationen stattgefunden. Dass sie abgesagt wurde, ist sehr schade für die jungen Ostallgäuer, wären dort schließlich die ersten Olympia-Qualifikations-Punkte für die Olympischen Winterspiele in Peking 2022 vergeben worden. Und die Verfassung der beiden war sehr gut.

„Sehr schwer zu verkraften“

Zwei Top-Weltcup-Platzierungen, ein Turniersieg in Oberstdorf und ein zweiter Platz in Tallin/Estland waren „schon Ergebnisse, die Hoffnung auf mehr machten. Nachdem für Muskatewitz auch die eigentlich vorgesehene Teilnahme an der abgesagten Herren-WM in Glasgow flachfällt, trifft es den Skip der Herren-Nationalmannschaft doppelt hart. Zwei Weltmeisterschaften innerhalb von vier Wochen und beide sind weg. „Das ist nach der langen und intensiven Vorbereitung der letzten Wochen und Monate schon sehr schwer zu verkraften“, sagt der 24-jährige Mechatronikstudent an der Hochschule Kempten, „aber Gesundheit geht vor und es betrifft ja alle“.

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