Jubiläum

Diamantene Hochzeit: Seit 60 Jahren miteinander glücklich

Diamanthochzeit Rita und Florian Kranzfelder

Seit 60 Jahren glücklich verheiratet: Rita und Florian Kranzfelder haben Diamantene Hochzeit gefeiert.

Bild: Foto: Claudia Kranzfelder-Mayer

Seit 60 Jahren glücklich verheiratet: Rita und Florian Kranzfelder haben Diamantene Hochzeit gefeiert.

Bild: Foto: Claudia Kranzfelder-Mayer

Rita und Florian Kranzfelder feiern Diamantene Hochzeit. Sie lernten sich schon im Kindesalter kennen.

09.06.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Seit 60 Jahren sind Rita und Florian Kranzfelder mittlerweile verheiratet. Am 7. Juni 1960 haben sie sich das Ja-Wort gegeben und konnten jetzt Diamantene Hochzeit feiern. Aufgewachsen sind die beiden in dem kleinen bäuerlichen Ort Dorschhausen nahe Bad Wörishofen und lernten sich von Kindesbeinen an kennen und später lieben.

Florian Kranzfelder wurde bereits mit neun Jahren Halbwaise und um zum Familieneinkommen beizutragen, musste er bald eine Ausbildung beginnen. Die Wahl fiel auf eine Lehre als Schreiner. Bei Wind und Wetter ging es mit dem Fahrrad nach Bad Wörishofen zur Ausbildung und in der Freizeit hieß es, das halb fertige Einfamilienhaus mit Freunden und Verwandten fertigzustellen, da sein Vater im Krieg gefallen war. Seine sieben Jahre jüngere Schwester konnte nicht viel dazu beitragen und seine Mutter hielt die kleine Familie mit Schneiderarbeiten über Wasser. Obwohl ihm die Fertigkeiten, die er als Schreiner erlernte, noch viel in seinem Leben, vor allem beim Eigenheimbau, helfen sollten, beschloss er, sich weiterzubilden und in den Staatsdienst zu gehen. 1958 ging er zum Zoll, bei dem er bis zu seiner Pensionierung 40 Jahre tätig war. Der Zolldienst erlaubte es ihm, seiner Leidenschaft – dem Sport – auch beruflich nachzugehen – sei es beim Skifahren, Langlauf oder Leichtathletik.

Rita Kranzfelder musste früh im elterlichen Betrieb helfen

Rita Kranzfelder, geborene Hollrieder, musste ebenfalls schon früh im elterlichen Betrieb, der Gaststätte „Kalte Quelle“, mithelfen – ob als Bedienung, in der Küche oder am Klavier für die Unterhaltung der Gäste. Ihr Vater kümmerte sich um den landwirtschaftlichen Bereich, der zur Kalten Quelle gehörte und die Mutter um die Gaststätte. Da es ein Familienunternehmen war, durfte sie nicht weiter zur Schule gehen, sondern wurde früh in den elterlichen Betrieb eingebunden.

Nach der Heirat wurde Florian Kranzfelder in den Bayerischen Wald an die tschechische Grenze versetzt, wo Tochter Claudia zur Welt kam. Da beide jedoch das Allgäu und die Berge liebten, beantragte Florian seine Versetzung, was 1963 auch klappte. In Füssen kam 1966 Sohn Armin auf die Welt. Dem Allgäu sind sie immer treu und verbunden geblieben und waren bis ins hohe Alter bei jeder Gelegenheit gemeinsam in den Bergen beim Wandern und Skifahren unterwegs, sofern es die Freizeit zuließ.

Lange als Vorsitzender bei Pfrontener Eisstockschützen aktiv

In Pfronten haben sie sich schließlich niedergelassen und wohnen bis heute in ihrem Eigenheim in Pfronten-Ösch. Hier begannen sie auch beide mit dem Eisstockschießen. Florian Kranzfelder war 16 Jahre lang erster Vorsitzender der Pfrontener Eisstockschützen. Als ihre beiden Kinder ihre Ausbildung beendet hatten, haben sie auch das Reisen für sich entdeckt und waren viele Jahre mit dem Wohnmobil an den unterschiedlichsten Orten in Europa unterwegs. Nicht selten auch mit Enkel, denn Familie war und ist dem Paar bis heute das Wichtigste. So wird die Feier zur Diamantenen Hochzeit mit der Familie aufgrund der Corona-Situation verschoben und sobald wie möglich im Kreis der Familie nachgeholt.

Ihr Rezept für eine so lange, glückliche Ehe lautet: „Gegenseitiger Respekt, Achtung, Toleranz, Ehrlichkeit und viele gemeinsame Aktivitäten, egal ob beim Hausbau mit viel Eigenleistung oder in der Freizeit. Das Wichtigste ist sich immer und bei allem auf den Partner verlassen zu können.“