Bundestagswahl

Dieser Füssener will für Corona-Skeptiker Partei in Bundestag

Florian Mayr, Bundestagskandidat für die Basis

Florian Mayr aus Füssen will für die Basis in den Bundestag einziehen.

Bild: Siegert

Florian Mayr aus Füssen will für die Basis in den Bundestag einziehen.

Bild: Siegert

Aus Protest gegen die Corona-Politik formierte sich vergangenes Jahr die Partei "die Basis". Wofür sie steht und warum Florian Mayr für sie nach Berlin will.
27.08.2021 | Stand: 15:47 Uhr

Sie ist eine Partei, will aber keine solche sein. Stattdessen sieht sich die Basis als eine Wertegemeinschaft. Das zumindest betont ihr Bundestagskandidat Florian Mayr aus Füssen. Gegründet wurde die Basis 2020 vorwiegend aus Ablehnung gegen die Corona-Politik und die damit verbundenen Maßnahmen. „Einen Auslöser braucht es ja immer“, sagt Mayr.

Kritiker werfen der Basis vor, Corona-Leugner eine politische Heimat zu bieten

Die Partei wird häufig als Hort der Corona-Leugner und sogenannter Querdenker bezeichnet. Eine Einschätzung, die Mayr zurückweist. Seine Partei sei mehr als eine reine Protestbewegung. Er verweist auf die vier Säulen, auf denen die 2020 gegründete Partei fußt: Freiheit, Machtbegrenzung, Achtsamkeit und Schwarmintelligenz. Hinter den abstrakten Begriffen verbirgt sich eine klare Forderung nach mehr direkter Demokratie.

„Wir wollen Volksentscheide nach Schweizer Vorbild“, sagt Mayr. Und auch parteiintern würden alle Entscheidungen nach dem sogenannten Konsensierungs-Prinzip getroffen. Dabei ermittelt die eigenen Angaben zufolge inzwischen 25 000 Mitglieder zählende Partei aus einer Reihe von Lösungsvorschlägen denjenigen, der von allen am wenigsten abgelehnt wird. So einigte sich die Basis beispielsweise schon auf ein einheitliches Logo. Oder auf ihr Rahmenprogramm, das zwei DIN A4 Seiten umfasst.

In ihrem Parteiprogramm fordert die Basis mehr direkte Demokratie und einen gesellschaftlichen Wandel

Darin ist von einer „Menschheitskrise“ die Rede, die ein grundlegendes Umdenken und einen Wandel erfordere. Auch wenn nicht explizit erwähnt, geht es dabei auch um die gegenwärtige Pandemie. „Wir sind keine Corona-Leugner“, betont Mayr. Stattdessen sieht er die Bürger in seiner Partei als Corona-Maßnahmen-Kritiker. Mayr bemängelt, dass bestimmte Experten von der Regierung nicht gehört wurden, man sich viel mehr mit „alternativen Dingen“ hätte beschäftigen müssen.

Und er fragt sich: „Wann soll das alles ein Ende haben?“ Auftakt zu dem erwähnten Wandel soll die Bundestagswahl am 26. September sein für die Basis. Bei den Landtagswahlen in Baden-Württemberg holte sie exakt ein Prozent. „Ich bin ehrlich und authentisch, aber kein Profi“, gesteht Mayr.

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