Bedrohte Ponyranch

Drohendes Aus für Ponyranch in Weißensee: War der Antrag unzulässig?

Ponyranch von Sandra Ringmann in Weißensee

Sandra Ringmann (Mitte) auf ihrer Ponyranch in Weißensee.

Bild: Benedikt Siegert (Archivfoto)

Sandra Ringmann (Mitte) auf ihrer Ponyranch in Weißensee.

Bild: Benedikt Siegert (Archivfoto)

Die Freien Wähler Füssen fordern eine Überprüfung des Falles. Das Thema ist sensibel: Denn die Zukunft der Ponyranch steht auf der Kippe.
14.09.2021 | Stand: 05:00 Uhr

Das drohende Aus für die Pony- und Pferderanch in Weißensee treibt viele Menschen um, wie auch die Leserzuschriften an unsere Zeitung zeigen. Nun verlangen die Freien Wähler Füssen (FWF) eine rechtliche Überprüfung des Antrages, der zum entsprechenden Beschluss geführt hat, wie die stellvertretende Fraktionsvorsitzende Dr. Anni Derday mitteilt.

Bedrohte Ponyranch in Füssen: Bauplanverfahren wurde eingestellt

Wie berichtet, sollte im Bauausschuss der Bebauungsplan Brand- Mühlbach behandelt werden, der den Betrieb der Ponyranch baurechtlich absichern soll. Dazu kam es nicht: Vize-Bürgermeister Christian Schneider stellte für die Fraktion Füssen-Land einen Geschäftsordnungsantrag, der die sofortige Einstellung des Bebauungsplanverfahrens, die Aufhebung der bisherigen Beschlüsse und die Empfehlung an das Landratsamt, die Rückbauten nicht genehmigter Bauten zu veranlassen, forderte. Dieser Antrag fand ohne Debatte eine Mehrheit.

Freie Wähler Füssen: "Dieser Geschäftsordnungsanstrag war unzulässig"

Doch die Freien Wähler kommen zum Schluss: „Dieser Geschäftsordnungsantrag war unzulässig.“ Für die FWF-Fraktion beantragen die in der Sitzung anwesenden Ratsmitglieder Jürgen Doser und Dr. Anni Derday deshalb „die rechtliche – falls nötig, auch die rechtsaufsichtliche – Überprüfung dieses Geschäftsordnungsantrages und des daraufhin ergangenen Beschlusses“. Denn ein Geschäftsordnungsantrag sei nur bei Regelungen zum Sitzungsablauf oder der Tagesordnung zulässig. Vielmehr hätte Schneider einen Sachantrag form- und fristgerecht einreichen müssen.