Machbarkeitsstudie konkretisiert

Ehrgeizige Pläne der Stadt Füssen: Eckpunkte für Freizeit- und Sportanlagen fixiert

Sport und Freizeitpark im Weidach

Einige Eckpunkte für die künftige Entwicklung der Sport- und Freizeitanlagen im Weidach haben Füssens Kommunalpolitiker fixiert.

Bild: Benedikt Siegert (Archivbild)

Einige Eckpunkte für die künftige Entwicklung der Sport- und Freizeitanlagen im Weidach haben Füssens Kommunalpolitiker fixiert.

Bild: Benedikt Siegert (Archivbild)

Der Stadtrat hat Beschlüsse für die weitere Entwicklung gefasst. Einen Zeitplan für die vielen einzelnen Projekte wie das Jugendhaus gibt es aber noch nicht.
12.01.2021 | Stand: 06:32 Uhr

Es ist eine der größeren Baustellen, die die Stadt Füssen zu beackern hat: Die bestehenden und neuen Sport- und Freizeitnutzungen im Weidach, der Bau eines Jugendzentrums sowie die Anliegen der Anwohner, insbesondere was Verkehr, Stellplätze und Lärmschutz betrifft – all diese Punkte gilt es, unter einen Hut zu bringen. Die Kommunalpolitiker haben jetzt die Machbarkeitsstudie, an der bereits seit längerem gefeilt wird, nach einem Vortrag von Thomas Meusburger vom Kemptener Architekturbüro F64 in einigen Punkten konkretisiert.

Offen ist aber noch, wann die Vorhaben tatsächlich angepackt werden – etwa das neue Jugendhaus oder das Parkdeck auf dem Krankenhaus-Areal.

  • Stellplätze: Aktuell fehlen für Sport- und Freizeitanlagen 28 der notwendigen 120 Stellplätze. Sie sollen provisorisch beim FCF-Vereinsheim am Rotwandweg geschaffen werden. Sobald die Stellplätze anderweitig – im Gespräch ist ein Parkdeck auf dem Klinik-Gelände – entstanden sind, soll das Provisorium am Rotwandweg wieder abgebaut werden. Da aber nichts so dauerhaft ist wie ein Provisorium, regte Erich Nieberle (SPD) eine Zeitschiene für die Übergangslösung an: Sie soll bis 2025 beendet werden.
  • Radweg: Der Radweg wird künftig direkt an der B 16 entlangführen, der Fußweg dagegen nach wie vor durch den Sportpark. Wegen der erforderlichen Sichtschutz-Bepflanzung entlang der B 16 sollen Gespräche mit dem Staatlichen Bauamt Kempten und dem Landratsamt wegen der Notwendigkeit und dem Umfang geführt werden. Ebenfalls zugestimmt wurde der Errichtung eines zentralen Aufenthaltsbereichs und einer Aufwertung des Spielplatzes.
  • Lärmschutzwand: Eine 20 Meter lange und drei Meter hohe Lärmschutzwand muss beim Allwetterplatz hin zum Schwedenweg errichtet werden, da die zulässigen Lärmwerte bei zwei Wohnhäusern geringfügig um 0,5 Dezibel überschritten werden. Eine Zustimmung dieser Überschreitung konnte zumindest von einem Nachbarn nicht erreicht werden, teilte die Verwaltung mit. Daher müsse die Lärmschutzwand errichtet werden, wenn man den Allwetterplatz nicht aufgeben wolle. Dr. Martin Metzger (BFF) bat darum, eine günstige Lösung zu finden: Denn momentan sind 178 .000 Euro für die Lärmschutzwand veranschlagt.
  • Container: Die Wertstoffinsel am Schwedenweg wird mindestens 40 Meter weiter in südliche Richtung versetzt, um mehr von der Wohnbebauung abzurücken.
  • Turnhalle: Einstimmig hat das Kommunalparlament dafür plädiert, die Sanierung und Modernisierung der Weidach-Turnhalle in das städtische Investitionsprogramm für die kommenden Jahre aufzunehmen. Laut Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) prüft die Stadt bereits die Möglichkeiten, für dieses Projekt Fördermittel zu erhalten.
  • Jugendhaus: Noch keinen abschließenden Beschluss gibt es zum Bau eines Jugendhauses. Es könnte indes zwischen Baseballfeld und Skaterplatz als Multifunktionsgebäude entstehen, mit Umkleide- und Sanitärräumen für Türk Gücü und Royal Bavarians. Dieses Gebäude könnte in zwei Bauabschnitten errichtet werden.
  • Keine Gebührenpflicht: Abgelehnt hat der Stadtrat eine Gebührenpflicht für die Skate- und Bikeanlage, die Kasimir Schmutz in der vorangegangenen Bürgerfragestunde vorgeschlagen hatte.