Corona

Erste Bürger in neuem Testzentrum in Seeg: „Damit ist man doch etwas sicherer“

Als Erster hat sich der Seeger Bastian Hörmann am vergangenen Freitag von Sandra Blender im Seeger Testzentrum auf Corona testen lassen. Die neue Einrichtung hatte an diesem Tag zum ersten Mal für die Öffentlichkeit Termine angeboten.

Als Erster hat sich der Seeger Bastian Hörmann am vergangenen Freitag von Sandra Blender im Seeger Testzentrum auf Corona testen lassen. Die neue Einrichtung hatte an diesem Tag zum ersten Mal für die Öffentlichkeit Termine angeboten.

Bild: Anton Reichart

Als Erster hat sich der Seeger Bastian Hörmann am vergangenen Freitag von Sandra Blender im Seeger Testzentrum auf Corona testen lassen. Die neue Einrichtung hatte an diesem Tag zum ersten Mal für die Öffentlichkeit Termine angeboten.

Bild: Anton Reichart

In neuem Testzentrum in Seeg können sich jetzt Bürger auf Corona untersuchen lassen. Warum Viele das gut finden.
19.04.2021 | Stand: 06:00 Uhr

Nach den Corona-Tests für die kommunalen Mitarbeiter in Seeg (wir berichteten) hat das örtliche Testzentrum nun erstmals für die Seeger Öffentlichkeit bereitgestanden. Eine große Schar an ehrenamtlichen Helfern empfing die ersten testwilligen Bürgerinnen und Bürger im großen Saal des Gemeindezentrums.

Es ist Schlag 16 Uhr und der erste Kandidat betritt die erste Station – die Anmeldung. Hier hat sich Birgit Schönthaler der PC-Technik angenommen. Für die Vorbereitung und die zwei Stunden der Testungen tauschte sie ihren Arbeitsplatz im Vorzimmer des Bürgermeisters. Bastian Hörmann heißt einer der ersten testwillige Seeger Bürger. Er hat seinen Homeoffice-Arbeitsplatz als Redakteur der Allgäuer Zeitung in Kempten nur kurz für diesen Test verlassen. Da der Testablauf sehr zügig geht, kann er anschließend schnell wieder an seinen Arbeitsplatz in seinem Seeger Zuhause zurückkehren.

Niederschwelliges Angebot wichtig

Hörmann findet es gut, dass es so etwas am Ort gibt. Er will nächste Woche wiederkommen, dann mit seiner Frau. „Gerade auf dem Land ist es wichtig, so ein möglichst niederschwelliges Angebot zu bekommen“, lobt er den kurzen und schnellen Weg.

Die Anmeldung war und ist künftig über die Homepage der Gemeinde möglich (www.seeg.de/neuigkeiten/testzentrum-seeg). Dazu legte Hörmann seinen bei der Anmeldung erhaltenen QR-Code vor, und ab ging´s zu Sandra Blender. Sie war, wie auch ihre Kollegin, komplett in Schutzkleidung eingehüllt – der Anblick glich einer Astronautin. Aber das schreckte Hörmann nicht. Nachdem das Teststäbchen wieder aus der Nase heraus war, musste er zwar kurz niesen, „aber das Ganze war kein bisschen unangenehm“, sagt er. Das Stäbchen gab er bei der letzten Station des Einbahn-Parcours ab. Hier begann der 15 Minuten dauernde Test. Das Ergebnis musste Hörmann nicht abwarten, er bekam es aufs Handy geschickt. Dieses Ergebnis könnte laut Bürgermeister Markus Berktold unter anderem als Nachweis für eine negative Testung verwendet werden, um Zutritt zu Stellen zu erhalten, wo ein negativer Test vorausgesetzt wird.

Auch eine ältere Seeger Dame findet den Test gut: „Damit ist man doch etwas sicherer.“ Und wenn sich Corona herausstellen sollte? Das nimmt sie gelassen. „Dann wäre es eben so.“ Sie könnte sich in diesem Fall sogar unmittelbar anschließend mit einem noch aussagekräftigeren PCR-Test im Seeger Testzentrum zusätzlich testen lassen. Das Testmaterial wird von den Seegern sofort an ein Kemptener Labor geschickt. Und von dort käme postwendend die Antwort und weitere Anweisungen von der Gesundheitsbehörde, was zu tun ist.

Auch telefonische Anmeldung möglich

Lesen Sie auch
##alternative##
Corona-Test im Allgäu: Öffnungszeiten, Regeln, Standorte

Hier kann man sich im Allgäu auf Corona testen lassen

Aber was kann man tun, wenn man weder mit E-Mail noch mit Handy gut umgehen kann? In solchen Fällen, sagen die Helfer, kann man sich auch telefonisch anmelden. Und wer kein Handy hat, kann das Ergebnis ganz konventionell auf einer Art Urkunde des Gesundheitsministeriums im Gemeindesaal schriftlich bestätigt bekommen.

An diesem ersten Freitag sind neben dem Bürgermeister und seiner Mitarbeiterin Helfer aus verschiedenen Gruppierungen da: Caritasheimleiter Markus Röhrl mit der Ulrichspflege, Feuerwehrchef Peter Rietzler und vor allem die bei der Feuerwehr Seeg angesiedelten First Responder-Helfer um Johannes Schweitzer. Die wollen auch künftig helfen, wenn die nächsten Testungen erfolgen.

Zunächst ist laut Gemeindechef der nächste Freitag, 23. April, ab 16 Uhr, vorgesehen. Man müsse die ersten Erfahrungen von diesem Freitag bewerten. Sollte die Nachfrage allerdings groß werden, nennt Berktold als Ziel, eventuell an drei Tagen in der Woche Tests anzubieten.