Eishockey

EV Füssen hat selten Grund zum Jubeln

Eishockey Vorbereitung EV Füssen - ESV Kaufbeuren 2:7

Hier fällt gerade der zweite Treffer der Füssener gegen Kaufbeuren. Auf dem Spielbericht wurde Samuel Payeur als Schütze vermeldet.

Bild: Benedikt Siegert

Hier fällt gerade der zweite Treffer der Füssener gegen Kaufbeuren. Auf dem Spielbericht wurde Samuel Payeur als Schütze vermeldet.

Bild: Benedikt Siegert

Der EVF verliert auch das zweite Vorbereitungsspiel gegen einen Zweitligisten klar. Doch ist das Team gegen Kaufbeuren deutlich besser als gegen Ravensburg.
14.09.2021 | Stand: 14:45 Uhr

Mit 2:7 (1:3, 1:3, 0:1) unterlag der EV Füssen auch im zweiten Testspiel gegen einen höherklassigen Gegner aus der DEL2, war im Ostallgäuer Vergleich mit dem ESV Kaufbeuren aber deutlich besser im Spiel als noch gegen Ravensburg zwei Tage zuvor. Zwar waren auch die Joker die spielbestimmende Mannschaft, taten sich die Füssener wieder schwer, eigene Chancen zu kreieren, war der Gegner läuferisch einfach deutlich stärker – und dennoch konnten die Wertachstädter mit viel Einsatz immer wieder gebremst werden. Dass sie dennoch ebenso wie Ravensburg sieben Treffer erzielten, war dann eher ein paar Fehlern des EVF geschuldet.

Trainer Marko Raita konnte mit Florian Simon einen Verteidiger zurück begrüßen, doch musste Neuzugang Andrei Taratukhin erneut passen. Bei den Torhütern gab es 30 Minuten lang das interessante Duell Benedikt Hötzinger gegen Maximilian Meier, der ja bekanntlich nach Kaufbeuren gewechselt ist. Zuvor waren die beiden jahrelang Teil des Füssener Goalieteams.

Spiel vor 513 Zuschauern

Die Gäste begannen vor nur 513 Zuschauern erwartungsgemäß mit viel Druck und konnten nach knapp fünf Minuten durch Starstürmer Sami Blomqvist in Führung gehen. Leider ließ sich die Abwehr des EVF im Anschluss vom Mittelbully weg überlaufen und kassierte nur zehn Sekunden später bereits das 0:2 durch John Lammers. Die Antwort folgte aber prompt. Nach einem Fehlpass im Aufbauspiel des ESVK konnte Samuel Payeur im Doppelpass mit Marc Besl bereits in der 6. Minute auf 1:2 verkürzen. Danach nutzten die Füssener ein Powerplay nicht, hielten sich mit viel Kampf, aber auch fast vier Minuten lang in eigener Unterzahl schadlos. Der gute Eindruck des ersten Drittels wurde leider durch das Torgeschenk zum 1:3 etwas getrübt. In Scheibenbesitz im gegnerischen Drittel agierend waren nur noch Sekunden zu spielen, dennoch lief man noch in einen Konter, den Lammers ganze 0.1 Sekunden vor der Pausensirene verwertete.

Lange nichts zu sehen

Und auch im zweiten Drittel sah die Abwehrarbeit beim 1:4 durch Sören Sturm nicht gut aus. Ein Stellungsfehler ließ dem Verteidiger viel zu viel Platz, den er auch nützte. Vom EVF war in dieser Phase offensiv gar nichts zu sehen, der erste Torschuss gelang erst nach 33 Minuten durch Marc Sill. Da hatten die Gäste bereits ihren Torhüter gewechselt und John Lammers mit seinem dritten Treffer Benedikt Hötzinger aus spitzem Winkel zum 1:5 überrascht. Ein Überzahlspiel brachte durch Markus Lillich das 1:6 (35.), dem setzten die Füssener aber nur zwei Zeigerumdrehungen später durch Samuel Payeur (Velebny, Besl) einen eigenen Powerplaytreffer entgegen.

Am Freitag gegen einen Liga-Kontrahenten

Im Schlussdrittel hatten beide Teams gleich zwei große Chancen. Tyler Spurgeon scheiterte mit einem Alleingang an Hötzinger, der freigespielte Leon Dalldush setzte die Scheibe knapp über das Kaufbeurer Gehäuse. Das Tempo war nun nicht mehr so hoch und der EVF konnte sich immer wieder im gegnerischen Drittel festsetzen. Zählbares gelang der heimischen Vertretung aber trotz aller Bemühungen bis zum Ende nicht mehr, während Joey Lewis per Schlagschuss von der blauen Linie noch das späte 2:7 markierte (58.). Am Freitag testet der EVF nun erstmals gegen einen Liga-Kontrahenten, die Lindauer Islanders werden am Kobelhang vorstellig.

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