Eishockey

EV Füssen vor schwieriger Aufgabe am Hühnerberg

Für Marc Besl und Samuel Payeur vom EV Füssen steht am Memminger Hühnerberg eine schwere Auswärtspartie bevor

Für Marc Besl und Samuel Payeur vom EV Füssen steht am Memminger Hühnerberg eine schwere Auswärtspartie bevor

Bild: Benedikt Siegert

Für Marc Besl und Samuel Payeur vom EV Füssen steht am Memminger Hühnerberg eine schwere Auswärtspartie bevor

Bild: Benedikt Siegert

Der EVF bestreitet sein fünftes Spiel innerhalb von zehn Tagen in Memmingen. Gegen den Tabellenvierten gelang im Oktober ein überraschender Sieg.
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Von Michael Lang
04.01.2022 | Stand: 18:42 Uhr

Am Memminger Hühnerberg wird der EV Füssen am Mittwochabend um 20 Uhr sein nächstes Spiel im dicht gedrängten Feiertagsprogramm bestreiten. Es ist die fünfte Partie innerhalb von zehn Tagen und es bleibt zu hoffen, dass der nach dem Abgang von Dejan Vogl und Andrei Taratukhin nur noch mit drei Reihen agierende EVF noch entsprechende Kräfte für die schwierige Aufgabe beim Vierten der Tabelle haben wird.

Erst das zweite Aufeinandertreffen

Während man gegen die letzten Gegner Deggendorf, Peiting und Passau bereits dreimal in dieser Saison antrat, traf man auf die Memminger Indians bisher erst einmal: Mitte Oktober konnte man die Maustädter dabei auf eigenem Eis überraschen und in einem denkwürdigen Schlussdrittel einen 1:3-Rückstand in einen 5:3-Sieg umwandeln. Es ist klar, dass der ECDC diese Scharte heute wieder wettmachen will und einen klaren Heimsieg gegen die Füssener anstrebt. Zuletzt wurden aus der Tabellenregion des EVF Lindau und Passau deutlich geschlagen, überhaupt zeigt Memmingen diese Saison eine große Heimstärke und hat in bislang zehn Partien nur gegen Rosenheim verloren. Den vierten Platz hat man nach unten bereits gut gesichert und liegt deutlich vor Deggendorf, nach oben kann man noch Regensburg angreifen, während Rosenheim und Weiden schon zu weit entfernt sind.

Die direkte Playoff-Qualifikation dürfte dem Team von Trainer Sergej Waßmiller nur noch schwer zu nehmen sein, mit dem neu formierten Kader ist das aber auch Pflicht. Neuzugänge wie Marco Eisenhut (Straubing) und Jaroslav Hafenrichter (Augsburg) aus der DEL sowie Petr Pohl (Crimmitschau), Max Lukes (Kaufbeuren) und Ludwig Nirschl (Weißwasser) aus der DEL2 stehen für entsprechende Qualität. Das gilt auch für die neben Abwehrchef Linus Svedlund ebenfalls hochklassig besetzte zweite Kontingentstelle mit dem langjährigen tschechischen Zweitligastürmer Matej Pekr, momentan dem sechstbesten Scorer der Oberliga Süd. Für eine Überraschung sorgten die Maustädter zudem mit der Personalie Sergei Topol, einem 36-jährigen Russen mit KHL-Erfahrung, der nach Erhalt der deutschen Staatsangehörigkeit aus Weißrussland nach Memmingen wechselte.

Licht am Ende des Tunnels

Viel hochklassige Erfahrung also, auf die der EVF heute treffen wird, und die Favoritenrolle ist klar vergeben. Seine Hausaufgaben hat der Eissportverein mit den Siegen gegen Landsberg, Lindau und Passau aber bereits gemacht, so dass man heute ohne Druck aufspielen kann. Das ist wichtig, da bereits am Freitag mit dem Spiel in Landsberg wieder ein direkter Konkurrent im Kampf um die Playoffs auf die Schwarz-Gelben wartet. Bei diesen zeichnet sich in Sachen Verletzte ein Licht am Ende des Tunnels ab. So könnte der seit Ende November fehlende Verteidiger Justus Meyl diese Woche erstmals wieder mit von der Partie sein. Stürmer Marco Deubler, der seit Anfang Dezember außer Gefecht ist, wird spätestens in 14 Tagen zurück im Kader erwartet. Nur bei Nicolas Jentsch wird es noch etwas länger dauern, er soll aber immerhin noch im Januar wieder zum Einsatz kommen. Entlastungen, die der aktuelle Kader nach dem absolvierten Programm sicherlich gut gebrauchen kann.