Sportgeschäft in Pfronten

Fünf Generationen prägen Sport Kolb in Pfronten

Seit 125 Jahren gibt es das Unternehmen „Sport Kolb“ in Pfronten. In vierter Generation leitet Martin Kolb gemeinsam mit seinem Vater Georg den Betrieb, Sohn Pirmin steht bereits in den Startlöchern. Das Sortiment hat sich in all den Jahren gewandelt, von Lebensmitteln hin zu einer breiten Auswahl von Sportartikeln.

Seit 125 Jahren gibt es das Unternehmen „Sport Kolb“ in Pfronten. In vierter Generation leitet Martin Kolb gemeinsam mit seinem Vater Georg den Betrieb, Sohn Pirmin steht bereits in den Startlöchern. Das Sortiment hat sich in all den Jahren gewandelt, von Lebensmitteln hin zu einer breiten Auswahl von Sportartikeln.

Bild: Erwin Kargus

Seit 125 Jahren gibt es das Unternehmen „Sport Kolb“ in Pfronten. In vierter Generation leitet Martin Kolb gemeinsam mit seinem Vater Georg den Betrieb, Sohn Pirmin steht bereits in den Startlöchern. Das Sortiment hat sich in all den Jahren gewandelt, von Lebensmitteln hin zu einer breiten Auswahl von Sportartikeln.

Bild: Erwin Kargus

Das Pfrontener Familienunternehmen Sport Kolb feiert in diesem Jahr 125. Geburtstag. Wie sich das Haus in all den Jahren entwickelt hat.
Seit 125 Jahren gibt es das Unternehmen „Sport Kolb“ in Pfronten. In vierter Generation leitet Martin Kolb gemeinsam mit seinem Vater Georg den Betrieb, Sohn Pirmin steht bereits in den Startlöchern. Das Sortiment hat sich in all den Jahren gewandelt, von Lebensmitteln hin zu einer breiten Auswahl von Sportartikeln.
Von Erwin Kargus
29.09.2020 | Stand: 18:30 Uhr

Bereits in vierter Generation besteht das Familienunternehmen „Sport Kolb“ in Pfronten. In diesem Jahr feiert das Geschäft seinen 125. Geburtstag. Geführt wird der Betrieb derzeit von Georg Kolb und seinem Sohn Martin, mit dessen 18-jährigem Sohn Pirmin steht die fünfte Generation bereits in den Startlöchern.

Das heutige Geschäft „Sport Kolb“ nannte sich bei seiner Gründung 1895 an gleicher Stelle noch „Schuh- und Gemischtwarenhandlung Kolb“. Der Großvater des heutigen Seniorchefs hieß ebenfalls Georg Kolb. Er führte das Geschäft bis 1930. Es folgte sein Sohn Georg II., der Vater des heutigen Seniorchefs. Dieser lenkte die Firma bis Anfang der 70er-Jahre. Danach übernahm Georg III., der heute noch mit die Fäden zieht. Der dachte sich, „dreimal hintereinander Georg ist genug“ und ließ seinen Sohn Martin taufen. Seit Ende der 90er Jahre sind die beiden gleichberechtigte Mitinhaber. Der 18-jährige Pirmin absolviert gerade die Ausbildung zum Einzelhandelskaufmann für Sportartikel und soll dann ebenfalls ins Unternehmen mit einsteigen.

Im Zweiten Weltkrieg musste Georg Kolb mit dem Fahrrad nach München

Ein Erlebnis in der langen Geschichte ist unvergesslich, erzählt Georg Kolb: Das Ladengeschäft wurde kurz vor Ende des Zweiten Weltkrieges durch die Besatzungsmächte restlos geplündert. Um den Lebensunterhalt der Familie zu sichern, musste Georg II. den weiten Weg nach München mit dem Fahrrad zurücklegen, um dort Waren zu beschaffen. Eineinhalb Meter hoch sei der Turm hinten auf dem Fahrrad gewesen, den Kolb damals nach langer Fahrt nach Hause brachte. So wird die Geschichte von Generation zu Generation weitererzählt.

Das Aussehen des Pfrontener Hauses wandelte sich in 125 Jahren, genau wie das Kundenangebot. Um 1900 standen Kolonialwaren, Lebensmittel, Schreib-, Leder- und Spielwaren im Regal. Doch es gab auch schon bald Ski und Sportartikel. Inzwischen ist das Haus ein reines Sportgeschäft mit Ausrüstungen für alle möglichen Sportarten. Eine wichtige Stütze seien heute der Service für Mountainbiker im Sommer sowie der Skiservice im Winter. Der Sportspezialist wirbt für eine große Bandbreite an Sportarten, etwa Wandern, Fußball, Tennis oder eben Wintersport. Außerdem zählen ein Skiverleih, Boot-Fitting und Bike-Leasing zum Angebot. Zur Zeit arbeiten neben drei Familienmitgliedern sieben Mitarbeiter als Sportfachverkäufer bei „Sport Kolb“.

Die Nachfolge bei Sport Kolb ist gesichert

„Mein Leben“, so erinnert sich Seniorchef Georg Kolb, „war für die Familie und für den Betrieb. Die Arbeit im Sportgeschäft machte mir immer Spaß.“ Gleiches gelte auch für seinen Sohn Martin und dessen Frau Bianka, die sich im Betrieb einbringen. Mit den „tüchtigen“ Mitarbeitern, die Sport Kolb teilweise schon viele Jahre die Treue halten, habe das Unternehmen „großes Glück“. Unter den Stammkunden kämen viele aus Pfronten und Umgebung, es zählten aber auch Urlauber zu den Stammkunden.

„Wir sind neugierig, was die Zukunft bringt“, blickt der Seniorchef im Jubiläumsjahr nach vorne. Sein Lächeln verrät, wie sehr er sich darüber freut, dass sein Enkel Pirmin am gleichen Familien-Strang zieht.