Digitalisierung

Füssen auf dem Weg zur Stadt der Zukunft

Noch digitaler, noch bürgernäher: So will sich die Verwaltung der Stadt Füssen künftig präsentieren. Wegbereiter dorthin könnte ein Förderprogramm des Freistaats zur Digitalisierung werden.

Noch digitaler, noch bürgernäher: So will sich die Verwaltung der Stadt Füssen künftig präsentieren. Wegbereiter dorthin könnte ein Förderprogramm des Freistaats zur Digitalisierung werden.

Bild: Siegert (Symbol)

Noch digitaler, noch bürgernäher: So will sich die Verwaltung der Stadt Füssen künftig präsentieren. Wegbereiter dorthin könnte ein Förderprogramm des Freistaats zur Digitalisierung werden.

Bild: Siegert (Symbol)

Die Kommune erhält als eine von nur wenigen in ganz Bayern den Zuschlag für Förderprogramm zur Digitalisierung. Was mit dem Geld schon 2021 passieren könnte.
11.01.2021 | Stand: 06:30 Uhr

Als eine von nur zwölf Kommunen im Freistaat profitiert die Stadt Füssen ab sofort von einem Sonderprogramm in Sachen Digitalisierung: Die Bewerbung der Kommune für das Modellprojekt „Smart Cities – Smart Regions“ war nämlich erfolgreich, wie Bürgermeister Maximilian Eichstetter (CSU) jetzt mitteilt. Mit der Initiative des Staatsministeriums für Bau, Wohnen und Verkehr sollen die Potenziale der Digitalisierung genutzt und bayernweit Anreize für Strategien, Konzepte und Projekte auf dem Weg in die digitale Stadt der Zukunft geschaffen werden.

Diese Projekte zur Digitalisierung will die Stadt Füssen 2021 anpacken

Was die Verwaltung dank der Gelder nun in die Tat umsetzen will? Eichstetter hat dafür schon konkrete Pläne in der Schublade liegen. Soll will der Rathaus-Chef die Idee einer „Open Library“ verwirklichen, also einer Bibliothek mit 20 Stunden Öffnungszeit. Damit könnten Bürger künftig auch außerhalb der Geschäftszeiten Bücher zurückbringen und abholen. Zwar ohne Beratungsleistung, aber dafür flexibler. „Andere Städte machen uns das bereits vor und wir wollen hier einfach nachziehen“, sagt Eichstetter, dessen großes Ziel es ist, dass die Stadtverwaltung noch dienstleistungsorientierter wird. Funktionieren soll die Stadtbibliothek der Zukunft mittels Zutrittsterminals sowie Kamera- und Lautsprechersystemen, die von einer zentralen Software gesteuert und mit der vorhandenen Technik vernetzt werden. So können Beleuchtung, Türöffnung, Selbstverbuchung, Onlinekataloge und weitere Geräte von der Software ein- und ausgeschaltet werden.

Weiteres Projekt auf Eichstetters Liste ist die Digitalisierung des Bürgerbüros: „Auf Portalen und über Kanäle müssen die Leistungen der Stadtverwaltung möglichst vollständig online zur Verfügung stehen“, sagt der Kommunalpolitiker. Das bestehende Angebot müsse daher funktional optimiert, attraktiv gestaltet und systematisch kommuniziert werden. Dies beinhalte auch die Teilhabe von Bürgern an in diesem Prozess. Entscheidend für den Erfolg der Digitalisierung der Stadtverwaltung sei aus seiner Sicht vor allen Dingen eine Haltung der Mitarbeiter, die offen ist für digitale Innovationen zum Nutzen aller. „Bei Nutzerfreundlichkeit und Servicequalität müssen wir noch mehr die Bürgerbedürfnisse in den Fokus stellen“, unterstreicht Eichstetter.

Die Kommunalpolitiker aus Füssen und Schwangau nehmen vor allem das Verkehrschaos ins Visier

Im Rahmen des Sonderprogramms „Smart Cities“ wird außerdem für die Stadt und die Nachbargemeinde Schwangau an einem Integrierten Digitalen Entwicklungskonzept (IDEK) gearbeitet. Dieses existiert zwar noch nicht. Es soll aber vor allem die Mobilität, sprich die Überlastung der Verkehrswege, in den Fokus rücken. „Wir haben vor, relevante Teilprojekte wie die Digitalisierung der Ampelanlagenoder ein digitales Parkleitsystem bereits Anfang dieses Jahres in die Umsetzung zu bringen“, kündigt Eichstetter an. Diese Erfahrungswerte sollen dann weiter in den IDEK-Prozess einfließen.

In diesem Zusammenhang lobt Eichstetter auch seinen Amtskollegen Stefan Rinke (ebenfalls CSU). In Sachen Verkehr habe man bislang Schulter an Schulter und als ein Team gemeinsam gearbeitet.

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