Stromausfall im Ostallgäu

Stromausfall im Großraum Füssen: Brand in Umspannwerk als Ursache

70 Einsatzkräfte waren am Umspannwerk am Weißensee bei Füssen im Einsatz. In dem Umspannwerk ist am Vormittag ein Feuer ausgebrochen.

70 Einsatzkräfte waren am Umspannwerk am Weißensee bei Füssen im Einsatz. In dem Umspannwerk ist am Vormittag ein Feuer ausgebrochen.

Bild: Felix Futschik

70 Einsatzkräfte waren am Umspannwerk am Weißensee bei Füssen im Einsatz. In dem Umspannwerk ist am Vormittag ein Feuer ausgebrochen.

Bild: Felix Futschik

Der Alt-Landkreis war am Samstagvormittag nach Angaben der Elektrizitätswerke Reutte von einem Stromausfall betroffen. Was genau passiert ist.
05.12.2020 | Stand: 19:29 Uhr

Ein Stromausfall machte am Samstagvormittag vielen Haushalten im Ostallgäu zu schaffen. Betroffen waren der Alt-Landkreis Füssen, teilte die Elektrizitätswerke Reutte in Füssen auf Nachfrage unserer Redaktion mit. Grund für den Stromausfall ist ein Feuer in einem Gebäude eines Umspannwerks bei Füssen. "Füssen, Pfronten und Schwangau waren ohne Strom", sagte ein Polizeisprecher am Samstagmittag. Und weiter: "Da sind schon mehrere Zehntausend Betroffene". Es wurde an einer Überbrückung gearbeitet, mittlerweile müssten alle Haushalte wieder mit Strom versorgt sein.

Die Stromversorgung der Krankenhäuser in Füssen und Pfronten sowie der Enzensbergkliniken in Hopfen am See waren davon laut Polizei nicht betroffen, die Notstromversorgung habe reibungslos funktioniert.

Eine automatische Brandmeldeanlage im Umspannwerk hatte um 10.19 Uhr Alarm ausgelöst. "Wir waren wenige Minuten später vor Ort und haben die sofortige Abschaltung angefordert", so Einsatzleiter und Feuerwehr-Kommandant Thomas Roth.

Kein Strom in Pfronten, Füssen und Schwangau

Insgesamt waren etwa 70 Einsatzkräfte vor Ort. An den Löscharbeiten waren die Feuerwehren Füssen und Weißensee beteiligt. Um 10.19 Uhr sei die erste Meldung eingegangen, so Roth. Erst als das E-Werk durch den Betreiber freigegeben wurde, konnten die Löscharbeiten beginnen - das sei aus Sicherheitsgründen notwendig. Rauch und Flammen waren deutlich von außen zu sehen.

Gelöscht würde mit CO2: "Strom und Wasser verträgt sich nicht gut", sagte Roth. Anschließend löschte die Feuerwehr einen Brand an den Transformatoren. Um 12.15 Uhr rückten die Einsatzkräfte wieder ab. Am Nachmittag soll laut Polizei ein Sachverständiger das E-Werk begutachten.

Über 70 Einsatzkräfte waren insgesamt vor Ort.
Über 70 Einsatzkräfte waren insgesamt vor Ort.
Bild: Futschik Felix

Auch der Tunnel Reinertshof auf der Autobahn 7 war ohne Strom und wurde vollständig gesperrt. Autofahrer mussten in beiden Richtungen über eine Umleitung fahren. Es kam den Angaben zufolge nur zu geringen Staus. Der Sachschaden beträgt laut Polizei zwischen 500.000 und zwei Millionen Euro. Wie es zu dem Brand kam, ist noch nicht geklärt.

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