Polizei spricht von "Anzeigenhagel"

"Anzeigenhagel" bei Polizeikontrolle von zwei Männern

Als die Bundespolizei in Füssen zwei Männer kontrollieren, decken sie zahlreiche Verstöße aus.

Als die Bundespolizei in Füssen zwei Männer kontrollieren, decken sie zahlreiche Verstöße aus.

Bild: Bundespolizei (Symbolbild)

Als die Bundespolizei in Füssen zwei Männer kontrollieren, decken sie zahlreiche Verstöße aus.

Bild: Bundespolizei (Symbolbild)

Bei der Kontrolle von zwei Nigerianern in Füssen, deckt die Polizei zahlreiche Verstöße auf. Die beiden Migranten sitzen nun in Haft.
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dpa
05.05.2021 | Stand: 09:29 Uhr

Bundespolizisten haben jüngst bei zwei Nigerianern in Füssen zahlreiche Gesetzesverstöße und Fahndungsnotierungen festgestellt. Die beiden sitzen nun in Haft, teilt die Polizei mit.

Kemptener Bundespolizisten kontrollierten die beiden in einem Auto mit französischer Zulassung. Der 36-jährige Fahrer zeigte bei der Kontrolle einen französischen Ausweis vor, der ihm gar nicht gehört. Das Dokument war bereits von Frankreich zur Sicherstellung ausgeschrieben. Anhand der Fingerabdrücke des 36-Jährigen fanden die Beamten neben seinen richtigen Personalien auch heraus, dass der falsche Franzose von der Schweiz und Frankreich zur Einreiseverweigerung ausgeschrieben war.

Als sie das Auto durchsuchten, fanden die Polizisten schließlich den nigerianischen Reisepass des Mannes sowie einen gefälschten internationalen Führerschein. Eine dazugerufene Streife der Grenzpolizei Pfronten stellte außerdem fest, dass die Zulassung des Autos nicht gültig war.

Auch bei der Kontrolle des Beifahrers in Füssen kommt einiges ans Licht

Der 29-jährige Beifahrer hatte indes französische und italienische Dokumente dabei. Die befugten ihn aber nicht, nach Deutschland einzureisen und sich dort aufzuhalten. Außerdem stellte sich heraus, dass gegen den Migranten ein Haftbefehl sowie eine Aufenthaltsermittlung wegen Verstößen gegen das Betäubungsmittelgesetz vorlagen.

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Außerdem lag gegen den 29-Jährigen ein Einreise- und Aufenthaltsverbot für Deutschland vor. Da er die im Haftbefehl geforderte Geldstrafe in Höhe von etwa 700 Euro nicht zahlen konnte, brachten ihn die Polizisten ins Gefängnis. Der Nigerianer, der bereits zwei Haftstrafen wegen Drogendelikten verbüßt hatte, muss sich nun wegen unerlaubter Einreise und unerlaubten Aufenthalts verantworten.

Der Fahrer, der von dem 29-Jährigen 100 Euro für die Fahrt bekommen hatte, wurde wegen Einschleusens von Ausländern, unerlaubter Einreise, unerlaubten Aufenthalts, Fahrens ohne Fahrerlaubnis, Urkundenfälschung, Missbrauchs von Ausweispapieren und Verstoßes gegen das Pflichtversicherungsgesetz angezeigt. Die Bundespolizisten lieferten den Mann schließlich in die Abschiebehaftanstalt Eichstätt ein.

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