Boule

Füssener Boule-Freunde suchen Nachwuchs

Jörg Kazmierzak (rechts) hatte den Impuls, in Füssen Boule anzubieten. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Rudolf Ibald erklärt er Neulingen das Spiel.

Jörg Kazmierzak (rechts) hatte den Impuls, in Füssen Boule anzubieten. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Rudolf Ibald erklärt er Neulingen das Spiel.

Bild: Ibald

Jörg Kazmierzak (rechts) hatte den Impuls, in Füssen Boule anzubieten. Gemeinsam mit dem Vorsitzenden Rudolf Ibald erklärt er Neulingen das Spiel.

Bild: Ibald

Vor wenigen Jahren wurde der Füssener Boule Verein gegründet. Jetzt sucht er weitere Mitglieder. Was der Höhepunkt der Vereinsgeschichte ist.
23.09.2020 | Stand: 12:15 Uhr

Die Boule Freunde Füssen sind ständig auf der Suche nach neuen Vereinsmitgliedern. Dazu laden sie regelmäßig zum Schnupperspielen ein. Die nächste Chance, das Spiel mit den Boule-Kugeln kennenzulernen, gibt es am Samstag, 26. September, ab 16.30 Uhr auf der Anlage an der Morisse.

In Vereinsbahnen gelenkt wurde der Boule-Sport in Füssen erst vor sechs Jahren. Die Männer und Frauen, die im Stadtgebiet an unterschiedlichen Plätzen ihre Kugeln ins Spiel brachten, treffen sich seit 2015 auf der gepflegten Boule-Anlage an der Morisse, wo sich Vorsitzender Rudolf Ibald und sein Team längst auch als Organisatoren von Turnieren bewährten.

Schnupperspieler sind bei den Boule Freunden Füssen gerne willkommen

Als Höhepunkt in der noch kurzen Vereinsgeschichte, das unterstreichen auch Ibalds Stellvertreter Rudolf Kleß und Schriftführer Jörg Fischer, gilt der im zweiten Anlauf unter Dach und Fach gebrachte Aufstieg in die Bezirksliga. Die Gründungsmannschaft, bestehend aus 16 Mitgliedern, betont ihren Zusammenhalt und signalisiert gleichzeitig, dass sich die Boule Freunde Füssen über neue Gesichter freuen. Das Tor der Anlage und eine gemütliche Hütte sollen offen bleiben.

Vorsitzender Ibald betont: „Wir freuen uns, wenn man schnuppern will.“ Jeden Samstag, Sonntag, Dienstag und Donnerstag sei „ab 17 Uhr immer jemand von uns da“. Gerne würde es der Club sehen, wenn sich ein jüngerer Unterbau aufbauen ließe. Jörg Fischer, der langjährige Schriftführer, weiß: „Das ist schwierig.“ Aktuell zählt der Verein 50 Mitglieder. Bei der Mitgliederwerbung könnte auch eine Rolle spielen, dass es möglich wurde, ab 2021 den Mitgliedsbeitrag zu senken: Der liegt dann nur noch bei 35 Euro pro Jahr, bislang sind es 50 Euro.

Boule Freunde Füssen wollen Nachtturniere veranstalten

Neben dem Bezirks- und Kreisliga-Team mit Lizenzspielern, in denen Aktive aus dem Kreis der Gründungsmitglieder antreten, ist ganz aktuell der Aufbau einer Damenmannschaft geplant. Es sind 16 Frauen bei den Boule Freunden Füssen aktiv. Organisiert werden sollen auch Nachtturniere (bis 22 Uhr). Höhepunkt im geselligen Vereinsleben der Boule Freunde Füssen ist alljährlich das Kaiser Maximilian Turnier um den Wanderpokal der Stadt Füssen.

Zuletzt nahmen 16 Mannschaften teil. Der Sieger vergangenen Jahres, das Team Augsburg, konnte die Trophäe nicht verteidigen und musste nach einem spannenden Finale der Mannschaft von „BouPa München“ den Pokal überlassen. Gelobt wurden die Organisatoren und die fleißigen Helfer des Vereins für ein „tolles Turnier“.

Der Spielbetrieb ruht noch, das Training ist wieder möglich

Die positive Entwicklung des Clubs war möglich, weil die Basis erhalten blieb. Das zwanglose Treffen an Spielorten wie dem Kaiser-Max-Platz an der Sparkasse ging nahtlos in die vom Verband vorgegebene Vereinsstruktur über. Wegen der Pandemie ruht der offizielle Spielbetrieb, aber – die gesetzlichen Schutzmaßnahmen beachtend – ist es wieder möglich, die Boulekugeln auf einer der Bahnen zu platzieren.

Immer dann, wenn Routiniers und Anfänger erzielte Ergebnisse bewerten, sammeln die Boule Freunde Füssen Sympathiepunkte. Ein solch positiver Eindruck zählt nicht zuletzt bei den Sponsoren, die auch aus Schwangau kommen. Doch die Spieler mussten auch lernen, wie hart die Konkurrenz ist. Drei Füssener traten bei einem Herbstturnier in Kaufbeuren an. Dort lernten sie, wie es in der Vereinschronik so schön pointiert heißt, „das Fürchten“. Im 44 Teilnehmer starken Feld belegten sie die Plätze, 27, 33 und 44. Der Vorstand gab dann die deutlich maßgebende Parole „üben, üben, üben“ aus – und meinte damit auch sich selbst.