Auslandseinsatz der Bundeswehr

Füssener Soldaten brechen nach Mali auf

Major Bernhard Adden und Hauptmann Alexander Seitz bei der Übergabe des Kompaniewimpels.

Major Bernhard Adden und Hauptmann Alexander Seitz bei der Übergabe des Kompaniewimpels.

Bild: Bundeswehr

Major Bernhard Adden und Hauptmann Alexander Seitz bei der Übergabe des Kompaniewimpels.

Bild: Bundeswehr

Soldaten aus Füssen werden bei einem Appell zum Einsatz nach Mali verabschiedet. Was die Bundeswehr dort erwartet.
Major Bernhard Adden und Hauptmann Alexander Seitz bei der Übergabe des Kompaniewimpels.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
06.10.2020 | Stand: 12:00 Uhr

Lange hatten sie sich darauf vorbereitet, hatten geübt und sind geschult worden. Kürzlich war es nun soweit: Für 17 Soldaten der Füssener Gebirgsversorger der dritten Kompanie ging es zur Mission „Minusma“. Diese Abkürzung steht für „Multidimensionale Integrierte Stabilisierungsmission der Vereinten Nationen in Mali“, die unter anderem dazu dient, dort den Frieden zu sichern und die Waffenruhe zu überwachen. Der Bataillonskommandeur, Oberstleutnant Sascha Müller, verabschiedete die Soldaten bei einem feierlichen Appell.

Das Gebirgsversorgungsbataillon 8 stellt die Versorgung mit Munition, Kraftstoff, Ersatzteilen bis hin zu Süßigkeiten und Artikeln des täglichen Bedarfs sicher. Auch gehören der Transport und die Reparatur von ausgefallenem, schweren Gerät sowie Waffen zu den Aufgaben.

Für einige Soldaten ist es der erste Auslandseinsatz ihrer dienstlichen Karriere. Manche haben bereits einige Erfahrungen gesammelt und sehen das bevorstehende Halbjahr voller Entbehrungen fast schon als Routine an. „Wird Zeit, dass es nun losgeht – endlich hat die Warterei ein Ende“, sagte sich ein Hauptfeldwebel der dritten Kompanie. Verzichten müssen die Soldaten auf ihre Familien und Freunde, Wochenenden und vor allem auf Privatsphäre. „Kleinigkeiten wie handgeschriebene Briefe oder liebevoll gepackte Sendungen aus Deutschland sind immer ein Highlight und eine willkommene Abwechslung“, erzählte der Soldat.

Großes Wiedersehen in Mali Ende Oktober

39 Soldaten sind schon vor ein paar Wochen in den Einsatz oder die dafür vorgeschriebene 14-tägige Isolation gestartet, sodass es spätestens Ende Oktober für alle ein Wiedersehen auf sandigem Untergrund gibt.

Der Kommandeur sprach den Soldaten Mut zu: „Sie müssen die anstehenden Herausforderungen – sei es die allgemeine Bedrohungslage, das fordernde Klima, die Lebensumstände und Entbehrungen sowie die fachlichen Aufgaben – nicht scheuen und müssen keine Angst haben. Sie sind hervorragend vorbereitet und ausgebildet und werden das meistern.“

Nach der Ansprache folgte die symbolische Übergabe der Dienstgeschäfte: Hauptmann Alexander Seitz wird für das nächste halbe Jahr den Kompaniechef Major Bernhard Adden vertreten und bekam den Kompaniewimpel offiziell überreicht.

Patenkompanie des Marktes Nesselwang

Am Tag zuvor hatten sich Adden und der Kompaniefeldwebel Stefan Stockinger mit Nesselwangs Zweitem Bürgermeister Johann Möst getroffen zur Übergabe des Ortsschildes. Die dritte Kompanie ist die Patenkompanie des Marktes Nesselwang. Das Ortsschild wird als Symbol der Zusammengehörigkeit mit ins 5000 Kilometer entfernte Gao in Mali genommen und dort im „Camp Castor“ aufgestellt. Auch wenn die Umgebung wenig mit dem Allgäu gemeinsam hat, so ist es doch ein kleines Stückchen „Zuhause“.

„Gutes Gelingen, viel Gesundheit und vor allem, dass Sie alle gesund wieder nach Hause kommen“, gab Johann Möst den Soldaten mit auf den Weg.

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