Wintersport

Füssener startet in erste Saison bei Biathlon-Herren

Biathlon

Von den Skirollern ging es für Markus Schweinberg im Rahmen eines Lehrgangs in Livigno/Italien Ende Oktober wieder auf Ski.

Bild: SC Füssen/Schweinberg

Von den Skirollern ging es für Markus Schweinberg im Rahmen eines Lehrgangs in Livigno/Italien Ende Oktober wieder auf Ski.

Bild: SC Füssen/Schweinberg

Markus Schweinberg zeigt sich in der Vorbereitung schnell und zielsicher. Wo der Bundeswehrsoldat ein professionelles Umfeld gefunden hat.
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Von spo
10.11.2021 | Stand: 18:00 Uhr

In seine erste Saison im Herrenbereich geht der 22-jährige Füssener Biathlet Markus Schweinberg. Die Saisonvorbereitung verlief bis auf einen Rennradsturz im Sommer, der ihn für gut drei Wochen außer Gefecht setzte, planmäßig. In der Trainingsgruppe um Erfolgscoach Bernhard Kröll und Albert Neuner findet der in Mittenwald stationierte Bundeswehrsoldat ein professionelles Umfeld.

Trainiert wird hierbei überwiegend im Werdenfelser beziehungsweise Karwendel Umland, im Kraftraum, vor allem aber auf den Biathlonanlagen Seefeld/Tirol und Mittenwald und Kaltenbrunn. Der Saisonauftakt erfolgte auch heuer wieder im September mit den Deutschen Meisterschaften auf Skirollern, dieses Jahr vor großer Zuschauerkulisse im Hohenzollern Skistadion am Arber/Bayerischer Wald mit drei Rennen (Einzel, Sprint/Verfolgung). Bereits eine Woche zuvor nutzte das Team den Austriacup in Hochfilzen/Tirol zur Vorbereitung auf diese Wettbewerbe. Bei beiden Wettbewerben präsentierte sich der für den Skiclub Füssen startende Athlet sehr schnell, stabil und treffsicher am Schießstand. So gelang es ihm auch, jeweils den ein oder anderen weltcuperfahrenen Athleten hinter sich zu lassen.

Persönliche Bestleistung

Als weitere Trainingseinheit diente unter anderem die Teilnahme am Zehn-Kilometer-Straßenlauf im Rahmen des München Marathons Anfang Oktober mit Start/Ziel im altehrwürdigen Olympiastadion. Die erzielte 33er Laufzeit bedeutete für Schweinberg zugleich persönliche Bestleistung auf dieser Distanz.

In Italien wieder auf die Ski

Im Rahmen eines Schneelehrgangs in Livigno/Italien galt es, sich Ende Oktober wieder an die Umstellung von Skirollern auf Ski heranzutasten. Somit geht es nun weiter in das über 1400 Meter hoch gelegene Obertilliach/Osttirol, wo in komplexen Trainingseinheiten eine möglichst intensive Vorbereitung für die nationalen Qualifikationsrennen Mitte November mit zwei Zehn-Kilometer-Sprints auf dem Programm stehen. Bis auf das Weltcupteam, in dem auch Philipp Nawrath vom SK Nesselwang steht, das sich in Finnland auf den Weltcupauftakt in Schweden vorbereitet, dürfte sich die nationale Konkurrenz dahinter sicher spannende und knappe Rennen um internationale Startplätze mit Blick Weltcup und IBU-Cup liefern. Ansonsten gilt es sich über den Deutschland- oder Alpencup möglichst gut zu präsentieren und für höhere Ziele anzubieten.

Mit dem im Juniorenbereich startenden Jonas Hartmann vom SK Nesselwang hat sich inzwischen ein weiterer Allgäuer dem Stützpunkt Mittenwald angeschlossen. Er und Schweinberg werden in jedem Fall versuchen, an die großen Erfolge von Biathleten aus der Region wie einst der mittlerweile verstorbene Andreas Schweiger (TSV Schwangau), aktuell Philipp Nawrath oder gar Michael Greis (beide SKN) anzuknüpfen.

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