D'Neuschwanstoaner

Füssener Trachtler trauern um Ehrenvorplattler

Nachruf

Der Füssener Trachtenverein D'Neuschwanstoaner trauert um seinen verstorbenen Ehrenvorplattler Herbert Braun.

Bild: Trachtenverein D'Neuschwanstoaner

Der Füssener Trachtenverein D'Neuschwanstoaner trauert um seinen verstorbenen Ehrenvorplattler Herbert Braun.

Bild: Trachtenverein D'Neuschwanstoaner

Herbert Braun galt als "Vater des Vereins". Er dürfte wohl an die 500 Kinder im Platteln und Tanzen geschult haben.
04.09.2021 | Stand: 15:00 Uhr

„Mit großer Trauer und Bestürzung“ hat der Füssener Trachtenverein D’Neuschwanstoaner den plötzlichen Tod des Ehrenvorplattlers Herbert Braun im 80. Lebensjahr vermeldet. Braun galt als „Vater des Vereins“, der sich – immer unterstützt von seiner Familie – mit Herz, Leib und Seele für die Neuschwanstoaner engagiert habe.

Braun wurde 1958 bei den Neuschwanstoanern aufgenommen, bereits ab dem Folgejahr brachte er sich ehrenamtlich ein. So hatte er aber 1959 folgende Ehrenämter inne: Jugendleiter (1959 bis 1987), zweiter Vorplattler (1962 bis 1969), erster Vorplattler (1969 bis 1987) und als Vorsitzender (1987 bis 1997). Braun dürfte wohl 500 Kinder im Platteln und Tanzen geschult sowie mehr als 150 aktive Tänzer ausgebildet haben. Anlässlich Brauns 60-jähriger Mitgliedschaft wurde in der Laudatio hervorgehoben, dass er „über mehr als zwei Generationen“ Jugendliche ausgebildet habe. Hervorgehoben wurden damals auch Brauns Humor, seine liebenswerte Art und sein Umgang mit anderen Menschen. Für für seine besonderen Verdienste war Braun 1995 vom Oberen Lechgau-Verband geehrt worden, die Neuschwanstoaner ernannten ihn für sein Lebenswerk zum Ehrenvorplattler, auch wurde ihm 2015 der „Plattlar-Oscar“ überreicht. Im gleichen Jahr wurde ihm der dritthöchste Orden des Freistaats Bayern, das „Ehrenzeichen des bayerischen Ministerpräsidenten für im Ehrenamt tätige Männer und Frauen“ verliehen.

Besonders glücklich war Herbert Braun, vor wenigen Wochen die Weihe der neu restaurierten zweiten Fahne der Neuschwanstoaner miterleben zu können. War er doch bei der ersten Weihe 1963 als stolzer Fahnenbegleiter mit dabei.