Spende

Fairtradeprodukte für die Füssener Tafel

In den Räumen der Tafel übergaben AWO-Vorsitzende Brigitte Protschka (rechts) und ihr Stellvertreter Daniel Schreiner (links) die Fairtrade-Produkte an Michael und Gerlinde Wollnitza.

In den Räumen der Tafel übergaben AWO-Vorsitzende Brigitte Protschka (rechts) und ihr Stellvertreter Daniel Schreiner (links) die Fairtrade-Produkte an Michael und Gerlinde Wollnitza.

Bild: Uwe Claus

In den Räumen der Tafel übergaben AWO-Vorsitzende Brigitte Protschka (rechts) und ihr Stellvertreter Daniel Schreiner (links) die Fairtrade-Produkte an Michael und Gerlinde Wollnitza.

Bild: Uwe Claus

AWO unterstützt mit 100 Tafeln Schokolade und Kaffee-Päckchen Produzenten in Entwicklungsländern und bedürftige Menschen in der Region. Welche Rolle die Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen dabei spielen
In den Räumen der Tafel übergaben AWO-Vorsitzende Brigitte Protschka (rechts) und ihr Stellvertreter Daniel Schreiner (links) die Fairtrade-Produkte an Michael und Gerlinde Wollnitza.
Von Uwe Claus
08.10.2020 | Stand: 17:45 Uhr

Über 100 Päckchen Fairtrade-Kaffee und -schokolade dürfen sich die Kunden der Tafel in Füssen freuen. Der Ortsverein der Arbeiterwohlfahrt (AWO) Füssen-Schwangau spendet die Köstlichkeiten im Rahmen einer bundesweiten AWO-Kampagne.

Das Hand-in-Hand-Siegel des Bio-Pioniers Rapunzel Naturkost auf der Schokolade zum Beispiel steht unter anderem für garantierte Abnahmemengen und Mindestpreise, faire Entlohnung und ein Verbot von Kinderarbeit. Das Naturland-Label auf dem AWO-Gourmet-Kaffee steht für die weltweite Förderung des ökologischen Landbaus. Der Kaffee wird in Nicaragua produziert. Mehreinnahmen aus dem fairen Handel werden in Bildung, soziale Projekte und Infrastruktur investiert.

Gerlinde und Michael Wollnitza freuten sich, dass die Füssener Tafel in das Programm der AWO aufgenommen wurde: „Wir bedanken uns im Namen unserer Kunden für diese hochwertigen Lebensmittel.

Unter dem Motto „#WirArbeitenDran“ unterstützt der Wohlfahrtsverband die 17 Nachhaltigkeitsziele der Vereinten Nationen (UN). Es gibt viele Berührungspunkte zwischen den Zielen der UN und der Arbeit der AWO, die im Rahmen ihrer Grundwerte Freiheit, Gleichheit, Gerechtigkeit, Solidarität und Toleranz seit über hundert Jahren nachhaltige Entwicklungsarbeit leistet.

Neu sind Handlungsfelder wie Klimaschutz und nachhaltiger Konsum. „Wir engagieren uns deswegen genau hier mit der Spende an die Tafel sehr gerne und mit großer Überzeugung“, sagt AWO-Vorsitzende Brigitte Protschka, „denn die Themen Klimawandel und Umweltschutz sind letztlich soziale Fragen. Unter Ausbeutung, Ressourcenknappheit und den Folgen der Erderwärmung leiden immer die ärmsten und schwächsten Menschen am meisten“, erklärt sie weiter. Sie seien es, die krankmachende Drecksarbeit übernehmen, die in Regionen leben, die vom Klimawandel jetzt schon stark betroffen sind. Und sie werden es sein, die sich am Ende teure, weil knappe Lebensmittel und gesunde Ernährung nicht mehr leisten können.

Mit ihrer Spende möchte die AWO das Bewusstsein dafür stärken, wie wichtig nachhaltiger Konsum ist. „Mit der Aktion tun wir gleich mehrfach Gutes“, fasst stellvertretender AWO-Vorsitzender Daniel Schreiner zusammen: „Wir unterstützen Bauern und Arbeiter in den Entwicklungsländern, wir fördern die ökologische Landwirtschaft und wir machen den Familien, die von der Füssener Tafel mit Lebensmitteln versorgt werden, eine Freude.“

Verzicht auf Plastik

Im AWO-FamilienForum mit Familienstützpunkt in Füssen würde man übrigens schon lange auf Nachhaltigkeit achten, erklärt er weiter. Faires Frühstück mit fairem Kaffee und regionalen Produkten stünden dort seit geraumer Zeit auf dem Programm. Darüber hinaus werde, wenn irgend möglich, auf Plastik verzichtet – auch beim Kauf von Spielzeug und Mobiliar. Denn es sei wichtig, nicht nur Sonderaktionen zu machen, sondern tagtäglich seinen Beitrag zum UN-Nachhaltigkeitsaufruf zu leisten.