Absagen wegen Corona

Faschingsgaudi trotz Pandemie in Füssen und Umgebung?

In der Faschingssaison eilt die Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kapelle aus Schwangau normalerweise immer von Aufritt zu Auftritt. Ob die Gruppe um Dirigent Max Lory aber überhaupt auftreten können wird, ist mehr als ungewiss.

In der Faschingssaison eilt die Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kapelle aus Schwangau normalerweise immer von Aufritt zu Auftritt. Ob die Gruppe um Dirigent Max Lory aber überhaupt auftreten können wird, ist mehr als ungewiss.

Bild: Benedikt Siegert (Archiv)

In der Faschingssaison eilt die Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kapelle aus Schwangau normalerweise immer von Aufritt zu Auftritt. Ob die Gruppe um Dirigent Max Lory aber überhaupt auftreten können wird, ist mehr als ungewiss.

Bild: Benedikt Siegert (Archiv)

Die tollen Tage werfen ihre Schatten bereits voraus. Doch die Pandemie wirbelt die Planungen durcheinander. Wie die Lage im Füssener Land und Außerfern ist.
In der Faschingssaison eilt die Kaiser Wilhelm Gedächtnis Kapelle aus Schwangau normalerweise immer von Aufritt zu Auftritt. Ob die Gruppe um Dirigent Max Lory aber überhaupt auftreten können wird, ist mehr als ungewiss.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
12.10.2020 | Stand: 21:48 Uhr

Können sich Pluto und Arielle an der Bar treffen? Rollen bunt geschmückte Motto-Wägen durch die Straßen, die gesäumt sind von kleinen Prinzessinnen und Cowboys? Die Faschingssaison wirft bereits jetzt im Herbst ihre Schatten voraus, dabei ist bei den Vereinen teilweise noch nicht klar, ob und wie die tollen Tage gefeiert werden können aufgrund der Corona-Pandemie. Die Schindauer aus Füssen haben derzeit zum Beispiel noch nicht entschieden, wie die Faschingssaison heuer aussehen soll.

Ähnlich sieht es in Nesselwang aus. Gabriel Maget, der „Bürgermeister“ der Obermärktler, sagt: „Bei uns ist noch nichts abgesagt. Wir planen unseren Ball bisher ganz normal und werden Ende Dezember entscheiden, was wir machen.“ Einen „Maskenball“, also einen verpflichtenden Mund-Nasen-Schutz, wird es laut Maget aber nicht geben.

Nesselwanger Windgässler sind noch unschlüssig, wie sie weiter vorgehen

Unklar ist auch noch die Situation der Nesselwanger Windgässler. Deren „Bürgermeister“ Max Roth sagt: „Wir sind uns noch unschlüssig, wie wir weiter vorgehen werden. Derzeit haben wir uns zumindest aktiv dazu entschieden, noch nichts abzusagen.“ Aber er sagt auch, dass es „nüchtern betrachtet“ vermutlich keinen normalen Ball geben werde. Sie wollen aber erst noch die weiteren Entwicklungen abwarten, bevor sie eine Entscheidung treffen. Einig sind sich Roth und sein Kollege Maget aber: Entweder es gibt zwei Bälle in Nesselwang, oder gar keinen.

In Hopferau haben sie beim diesjährigen Umzug Anfang des Jahres bereits auf das Datum im kommenden Jahr hingewiesen. Doch wegen der Corona-Pandemie hängen die Organisatoren dort freilich auch in der Luft. Karl Hitzelberger, Organisator der Umzüge und Sprecher der Hopferauer Vereine, ist diesbezüglich sehr realistisch: Man habe sich in den Vereinen bereits seine Gedanken gemacht, Handlungsbedarf bestehe derzeit noch nicht. Vielleicht wisse man im November oder Dezember mehr bezüglich der Entwicklungen, dann könnte man immer noch mit den Planungen beginnen. Diesbezüglich habe man im Ort bereits gute Erfahrungen gemacht, sagt Hitzelberger (Lesen Sie dazu: Allgäuer Fasching in Corona-Zeiten: Was planen die Narren?).

Doch die Umzüge sind nur ein Teil des närrischen Treibens in Hopferau. Dazu gehören auch Pfarr- und Kinderfasching, ebenso die Kabinenfete und der Ausklang in der Auenhalle und nicht zuletzt die Auftritte der Prinzengarde. Dass Veranstaltungen in geschlossenen Räumen stattfinden werden, schließt Hitzelberger derzeit aus. Zu sehr beherrsche die Angst vor einer erneuten Corona-Welle die Gedanken aller Verantwortlichen. Man müsse es nehmen, wie es kommt, sagt er. Keine konkrete Entscheidung hat bislang die Faschingsgilde in Reutte getroffen. Auch hier wollen die Verantwortlichen noch die Entwicklung der nächsten Wochen abwarten, ehe sie eine Entscheidung treffen.

Schwangauer Elferrat hat schon im Juni beschlossen, die komplette Saison abzusagen

Da ist der Faschingsverein Schwangau bereits einen Schritt weiter. Hier hat der Elferrat schon im Juni beschlossen, die komplette Saison 2020/21 ausfallen zu lassen. Zu groß seien die Steine und Hürden, die bei der Vorbereitung im Weg liegen, teilte der Verein auf seiner Homepage mit. Somit werden die beliebten Gunglhos-Veranstaltungen und der Faschingsumzug ausfallen. Der Verein konzentriere sich schon auf die Saison 2021/22, in der Hoffnung, dass dann wieder alle Veranstaltungen ohne Einschränkungen stattfinden können.