Ostern in Füssen

Fastenbrezel und Villa Mümmelmann: Leckereien bei Bäckern im Füssener Land

FU Osterbäcker

Konditormeister Marcus Kleiner aus Füssen hat mit seinem Team ein Schoko-Ei für sein Schaufenster gefertigt.

Bild: Fotos: Klaus Bielenberg

Konditormeister Marcus Kleiner aus Füssen hat mit seinem Team ein Schoko-Ei für sein Schaufenster gefertigt.

Bild: Fotos: Klaus Bielenberg

Zu Ostern kommen viele Köstlichkeiten auf den Tisch. Zwei Bäcker aus dem Füssener Land erklären, welche Teilchen beliebt sind und warum es sie zu Ostern gibt.
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Von Klaus Bielenberg
04.04.2021 | Stand: 18:00 Uhr

In den vergangenen Wochen bekamen nicht nur kleine Kinder große Augen beim Betrachten des Schaufensters der Konditorei Kurcafe in Füssen. Konditormeister Marcus Kleiner hatte eine reizende Idee verwirklicht. Mit seinem Team ließ er die „Villa Mümmelmann“ in Form eines riesengroßen Schokoladenostereis entstehen. Der Hingucker lädt zum Besuch des Ladens ein. Dort angekommen, duftet den Kunden dann der typische Osterklassiker, der Osterfladen, entgegen. „Die wöchentlich frische Produktion beginnt einen Monat vor Ostern“, erklärt Kleiner.

Osterklassiker vom Bäcker: Lämmchen, Fladen und Osternester

Der Konditormeister wisse auch, warum der Fladen gerne gekauft wird. Das Gebäck bleibe einige Tage frisch und ist lecker, ob man es pur oder mit Butter bestrichen genießt. Kein Wunder. Denn der Hefeteig enthält viele Eier, reine Butter und bekommt als Zutaten marinierte Rumrosinen, Zitronat, Orangeat und Mandelstifte. Nach der Gärung wird die glatte Teigkugel mit Ei bestrichen. Darauf kommen Mandeln und Hagelzucker. Gerade vor den Ostertagen ist der Fladen bei den Kunden ein Bestseller. Neben Fladen sind zu Ostern aber auch die Lämmchen sehr gefragt.

Sie sind das christliche Symbol für das Lamm Gottes, das die Menschen mit Gott versöhnt. Für die Herstellung verwendet der Konditor keinen Biskuitteig, sondern feinen Sandkuchenteig. Seine Fladen und Osterlämmer kommen wohl häufig in die Osternester, die zur Weihe am Ostersonntag in die Kirche gebracht werden.

Fastenbrezel als alte Tradition

Bäckermeister Werner Feneberg in Weizern in Hopferau bietet seinen Kunden in ähnlicher Zubereitung diese beiden köstlichen Backwaren an. In der vorösterlichen Zeit kreiert er aber auch das wohl bekannteste Fastengebäck: die Fastenbrezel. Sie stammt noch aus der klösterlichen Tradition. Dort waren während der Fastenzeit Butter, Eier und Milch untersagt. Für die Zubereitung einer Fastenbreze kann man auf diese Zutaten verzichten.

Bei Werner Feneberg in Hopferau gibt es zu Ostern viel Traditionelles: Osterlämmer, Fastenbrezeln und Osternester.
Bei Werner Feneberg in Hopferau gibt es zu Ostern viel Traditionelles: Osterlämmer, Fastenbrezeln und Osternester.
Bild: Klaus Bielenberg

Bäckermeister Feneberg vermischt Salz, Wasser und Hefe und fügt das Mehl hinzu. Dreimal wird der Teig nach dem Aufgehen durchgeknetet. Nach dem Backen werden die Brezen mit Eigelb bestrichen, das im Wasser verrührt wird. Ganz so streng hält sich der Bäckermeister also nicht an die klösterliche Regel.

Hopfen: Große Nachfrage nach Osterhasen

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Je näher das Osterfest rückt, desto größer wird die Nachfrage nach den Osterhasen der Bäckerei. Diese fertigt Feneberg aus Quarkteig an. Gerne backt er mit seinem Team auch das Osternest, in dessen Mitte ein Ei gelegt wird. Er erklärt, dass man den Osterkranz aus geflochtenem Hefezopf nach Belieben dekorieren kann.

Ei und Osterhase können als Zeichen der Fruchtbarkeit des neuen Lebens und der schöpferischen Kraft gedeutet werden.

Mit diesen und anderen Köstlichkeiten kann das Osterfest begrüßt werden. Eben wie bei der Villa Mümmelmann im Schaufenster von Marcus Kleiner. Denn neben dem Ei befinden sich noch selbst angefertigte Schokoladenosterhasen und Schokoladeneiern mit delikaten Füllungen.

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