Füssen

Festspielhaus: Förderkreis ist nun personell neu aufgestellt

Sie sollen sich mit dem Förder- und Freundeskreis weiter für das Festspielhaus in Füssen einsetzen (von links), Schatzmeister Hermann Ritschel, die neue Vorsitzende Sabine Stief und ihr Vorgänger, die sich mit Festspielhaus-Geschäftsführerin Birgit Karle zum Gruppenbild stellten.

Sie sollen sich mit dem Förder- und Freundeskreis weiter für das Festspielhaus in Füssen einsetzen (von links), Schatzmeister Hermann Ritschel, die neue Vorsitzende Sabine Stief und ihr Vorgänger, die sich mit Festspielhaus-Geschäftsführerin Birgit Karle zum Gruppenbild stellten.

Bild: Alexander Berndt

Sie sollen sich mit dem Förder- und Freundeskreis weiter für das Festspielhaus in Füssen einsetzen (von links), Schatzmeister Hermann Ritschel, die neue Vorsitzende Sabine Stief und ihr Vorgänger, die sich mit Festspielhaus-Geschäftsführerin Birgit Karle zum Gruppenbild stellten.

Bild: Alexander Berndt

Sabine Stief übernimmt den Vorsitz von Alexander Mayerhofer. Welche Ziele der Förder- und Freundeskreis verfolgt.

10.08.2020 | Stand: 06:00 Uhr

Personell neu aufgestellt hat sich der Förder- und Freundeskreis für das Festspielhaus in Füssen: Auf den scheidenden Vorsitzenden Alexander Mayerhofer, der bereits vor Wochen seinen Rückzug angekündigt hatte, folgt Sabine Stief nach. Die Augsburgerin setzte sich bei der Wahl in der Jahresversammlung mit 12:7 Stimmen gegen Markus Fauler durch, der in Zürich lebt. Das Ziel des Fördervereins bleibt auch mit der neuen Vorsitzenden das alte: die ideelle und finanzielle Förderung von Kunst und Kultur in und am Festspielhaus. Zudem wählte der Förder- und Freundeskreis noch Hermann Ritschel zum neuen Schatzmeister, der Andreas Rodoschegg in dieser Position ablöst.

Im Sommer vor einem Jahr wurde der Förder- und Freundeskreis aus der Taufe gehoben, bei der ersten Jahresversammlung des gemeinnützigen Vereins in der Bierwirtschaft des Festspielhauses musste schon personell nachjustiert werden. Mayrhofer hatte sein Amt als Vorsitzender des Förder- und Freundeskreises zur Verfügung gestellt. Denn durch die Corona-Krise erforderten seine Ehrenämter, Mayerhofer ist in Füssen auch Vorsitzender der Werbegemeinschaft, einen weitaus größeren Einsatz als geplant. Auf Dauer sei dies nicht schulterbar. Bei der Neuwahl spiegelte sich auch die große örtliche Streuung unter den Mitgliedern wider. So optierten zwölf Festspielhausfreunde für die in Augsburg ansässige Stief, während sich sieben für Markus Fauler aussprachen, der in Zürich lebt.

Weichen für erfolgreiche Zukunft stellen

Zudem wurde Hermann Ritschel zum neuen Schatzmeister gewählt. Er übernimmt eine Kasse mit 1100 Euro Überschuss. Da jedes Mitglied „im Durchschnitt 100 Euro“ Beitrag zahle, kann der Förderkreis aktuell mit etwa 10 000 Euro an Mitgliedsbeiträgen im Jahr rechnen. Deshalb könne man auch in Zukunft „einiges bewegen“, wie Mayerhofer erklärte. Bei seinem Rückblick auf das vergangene Jahr betonte er zudem, dass man „vor allem dank einzelner, sehr engagierter Mitglieder“ bereits einiges bewegt habe, das dem wichtigsten Vereinsziel entspricht. Dieses bestehe generell in der „ideellen und finanziellen Förderung von Kunst und Kultur“ in und am Festspielhaus. So habe der Freundeskreis bereits kulturelle Veranstaltungen unterstützt und werde sich das auch weiterhin auf die Fahnen schreiben. Schließlich benötigten die Künstler „uns wegen der Coronakrise jetzt noch mehr“. Deswegen rief Mayerhofer in seiner Abschiedsrede als Vorsitzender die Mitglieder „zu weiteren Aktionen für Kunst und Kultur“ auf, während er unterstrich: „Jetzt ist die Zeit, die Weichen für eine erfolgreiche Zukunft neu zu stellen.“

Mit den Worten „es gibt viel zu tun“ bestätigte das auch der neue Schatzmeister Ritschel, der aus Karlsruhe kommt und ähnlich viel Reisestrapazen zugunsten des Festspielhauses auf sich nimmt wie Stief. Pendelt diese doch seit vier Jahren fast täglich zwischen Augsburg und Füssen, um Kunst und Kultur am Ufer des Forggensees zu fördern. Dies lobte die Geschäftsführerin des Festspielhauses, Birgit Karle, ebenso ausdrücklich wie allgemein „das große Engagement“ des Vereins unter dem Vorsitz von Mayerhofer im vergangenen Jahr. Sie appellierte schließlich an die Mitglieder: „Bitte engagiert euch weiter. Wir sind ein Haus für alle und wollen, dass jeder weiß, dass das Haus lebt.“ Damit sprach sie wohl auch Theaterdirektor Benjamin Sahler aus dem Herzen, der sich unterstrich: „Toll, dass es diesen Verein gibt.“