Lechbruck am See

Flößermuseum feiert: 25 Jahre die Geschichte im Blick

3000 Ostallgäuer und Urlauber machen sich jährlich ein Bild von der Flößerei.

3000 Ostallgäuer und Urlauber machen sich jährlich ein Bild von der Flößerei.

Bild: Stefan Fichtl

3000 Ostallgäuer und Urlauber machen sich jährlich ein Bild von der Flößerei.

Bild: Stefan Fichtl

Viele Ehrenamtliche des Fördervereins sind stolz auf ihr Flößermuseum - zu Recht. Wie damals alles begann und für was das Haus ausgezeichnet wurde.

07.08.2020 | Stand: 12:04 Uhr

Nun sind es bereits 25 Jahre, seit es in Lechbruck am See den Förderverein für das Flößermuseum gibt. Seit der Gründung 1995 kümmerte sich eine Vielzahl an ehrenamtlich tätigen Mitgliedern und Freunden um die Erhaltung und Sanierung des Gebäudes, wie auch um die Planung und Einrichtung zum von Anfang an geplanten Flößermuseums. Nur mit viel Fleiß und Engagement, nicht zuletzt auch durch finanzielle Zuwendungen konnte der einstige Wunschtraum vieler in Erfüllung gehen. Noch heute liegt der Museumsbetrieb in den Händen der ehrenamtlich tätigen Frauen und Männer des Fördervereins.

Der Anfang des Museums

Als die Gemeinde 1993 das ehemalige Dodl-Weiß-Haus erwarb, befand sich der einzigartige Ständerbohlenbau in einem äußerst schlechten Zustand und es gab bereits Überlegungen, das über 400 Jahre alte Gebäude abzureißen. Daneben wurde aber auch die Meinung vertreten, das große, stattliche Bauwerk im Dorfzentrum unbedingt zu erhalten und als Museum einzurichten. So gründete 1995 ein gutes Dutzend Lechbrucker Bürger den Förderverein, der sich von Beginn an zum Ziel setzte, den Umbau und den Erhalt des Gebäudes zu organisieren und die Gemeinde als Träger des künftigen Flößermuseums bei der Einrichtung eines Museums für Flößerei und für die Ortsgeschichte zu unterstützen. Zunächst dauerte es gute zwei Jahre, bis das Landesamt für Denkmalschutz grünes Licht für das Vorhaben gab und die Sanierungsarbeiten starten konnten. Viele begeisterte und motivierte Mitglieder und Freunde des Fördervereins – einige davon sind bereits verstorben – leisteten über 5000 unentgeltliche Arbeitsstunden, um das baufällige Gebäude vor dem Verfall zu retten.

Hervorragend saniert

Durch die Mühen vieler Fachleute und Handwerker ist dies auch in einer besonderen Weise gelungen, sodass dem Haus sogar einige Zeit später die Denkmalschutz-Medaille des Bayerischen Landesamtes verliehen wurde. Nicht zuletzt deshalb, weil die jeweiligen Holz-, Putz- oder Steinarbeiten mit äußerster Sorgfalt und mit hervorragendem Ergebnis ausgeführt wurden und die Sanierung als herausragendes Beispiel einer Instandsetzung gewürdigt wurde.

Doch damit war es nicht zu Ende: Weitere 2000 Stunden Eigenleistung brachte der Förderverein bei der Planung und Einrichtung des Flößermuseums ein und mit zusätzlichen finanziellen Zuwendungen beteiligte er sich maßgeblich an der Einrichtung des Museums.

3000 Besucher jährlich

So konnte die Einrichtung 2005 eröffnet und die Fertigstellung fünf Jahre später mit der Abteilung Lech/Wald abgeschlossen werden.

Bis heute liegt der Museumsbetrieb in den Händen der ehrenamtlich tätigen Mitglieder des Fördervereins. Außerhalb der Öffnungszeiten werden Führungen angeboten, Ausstellungen organisiert, Konzerte abgehalten oder für Schulklassen und Ferienkinder museumspädagogische Aktionen angeboten. In den vergangenen Jahren konnten jährlich um die 3000 Besucher gezählt werden.