Jahresversammlung

Frauenbund Füssen löst sich nach 108 Jahren auf

Der Vorstand des Füssener Frauenbunds (von links): Else Steiner, Renate Poth, Waldtraud Roth, kommissarische Vorsitzende Maria Schwarzenbrunner, Kassiererin Maja Paul, Schriftführerin Helga Walther, geistlicher Beirat Pfarrer Frank Deuring und Elisabeth Greinwald.

Der Vorstand des Füssener Frauenbunds (von links): Else Steiner, Renate Poth, Waldtraud Roth, kommissarische Vorsitzende Maria Schwarzenbrunner, Kassiererin Maja Paul, Schriftführerin Helga Walther, geistlicher Beirat Pfarrer Frank Deuring und Elisabeth Greinwald.

Bild: Manfred Sailer

Der Vorstand des Füssener Frauenbunds (von links): Else Steiner, Renate Poth, Waldtraud Roth, kommissarische Vorsitzende Maria Schwarzenbrunner, Kassiererin Maja Paul, Schriftführerin Helga Walther, geistlicher Beirat Pfarrer Frank Deuring und Elisabeth Greinwald.

Bild: Manfred Sailer

Trotz Bemühungen wurde niemand gefunden, der die Vereins-Führung des Frauenbundes Füssen übernimmt. Wie es trotzdem weitergehen soll
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Von Manfred Sailer
18.06.2021 | Stand: 12:00 Uhr

Seit 108 Jahren gibt es den Katholische Frauenbund Füssen. Jetzt steht er vor der Auflösung. Grund dafür ist, dass sich niemand fand, der die Vereinsführung übernehmen wollte. Das teilten die kommissarische Vorsitzende Maria Schwarzbrunner und geistlicher Beirat Pfarrer Frank Deuring den Anwesenden bei der Jahresversammlung in der Kirche Zu den Achtseligkeiten in Füssen mit. Es habe viele Bemühungen und zahlreiche Gespräche gegeben, die aber nicht von Erfolg gekrönt gewesen seien.

Die deshalb anstehende Auflösung des Zweigvereins Füssen konnte satzungsbedingt allerdings auch nicht sofort über die Bühne gehen. Zur Auflösung ist eine Zweidrittel-Mehrheit erforderlich. Da bei der Jahresversammlung aber nur 45 von insgesamt 139 Mitgliedern anwesend waren, hätte diese bei einer Abstimmung nicht erreicht werden können. Deshalb soll es eine weitere, außerordentliche Mitgliederversammlung geben, bei der dann die einfache Mehrheit entscheiden kann. Die Einladung dafür soll schriftlich an die Mitglieder erfolgen.

Auflösung wird eine Lücke hinterlassen

Pfarrer Deuring betonte in seinem Schlusswort, dass diese Auflösung eine Lücke hinterlassen werde. Die Förderung der Gemeinschaft – ideell sowie finanziell – sei immer ein Anliegen des Frauenbundes gewesen, der stets ein offenes Ohr für die Anliegen der Pfarrei gehabt hätte. Der Wunsch der Ehrenvorsitzenden Marlies Ramstöck, sich weiterhin zu treffen und aktiv zu bleiben, fiel auf fruchtbaren Boden, sei es als Frauenkreis oder Frauengemeinschaft, ein passender Name werde sicher zu finden sein. Schwarzenbrunner schloss die Versammlung mit herzlichen Dankesworten und einem kleinen Geschenk für Pfarrer Deuring für die jahrelange, treue Begleitung.

Vor den Gesprächen über die Auflösung hatte Schwarzbrunner noch das vergangene Jahr Revue passieren lassen. Viele Veranstaltungen aber gab es 2020 wegen der Einschränkungen durch Corona nicht. Stattgefunden haben ledilgich die monatlichen Messen in St. Mang, monatliche kurze Wanderungen, die Maiandacht in Speiden, die Solibrotaktion sowie im September der Vortrag „Körperliche und geistige Fitness im Alter“.

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