Sitzungen

Frauenbund Seeg trifft sich via Telefon und PC

Agnes Roth war lange Mitglied und Vorsitzende des Frauenbundes Seeg. Kürzlich starb sie.

Agnes Roth war lange Mitglied und Vorsitzende des Frauenbundes Seeg. Kürzlich starb sie.

Bild: Familie Roth

Agnes Roth war lange Mitglied und Vorsitzende des Frauenbundes Seeg. Kürzlich starb sie.

Bild: Familie Roth

Corona stellt dem Seeger Verein neue Herausforderung bei der Jahresplanung und der Trauer um das langjährige Mitglied Agnes Roth
Agnes Roth war lange Mitglied und Vorsitzende des Frauenbundes Seeg. Kürzlich starb sie.
Von ela/pm
07.02.2021 | Stand: 14:38 Uhr

Normalerweise treffen sich die Mitglieder des Frauenbundes Seeg Anfang des Jahres, um die Jahresplanung zu machen. Bei diesen Treffen werden Termine abgesprochen, Referenten für das Frauenfrühstück festgelegt, Ausflugsziele festgemacht, die Gestaltung der Maiandacht besprochen und Ideen für weitere Aktivitäten gesammelt. Gerade in der Faschingszeit haben die Mitglieder viele Treffen wegen der Organisation des Frauenbundkränzchens. Dieser Höhepunkt allerdings fällt wegen der Corona-Pandemie heuer aus, wie wohl auch manch anderes noch.

Und auch bei den Sitzungen stellt der Virus die Frauen vor eine völlig neue Herausforderung, da alles nur per Telefon und Computer kommuniziert und diskutiert werden kann. Wie sehr ein persönliches Treffen fehlt, war besonders zu spüren als Agnes Roth, Ehrenmitglied des Frauenbundes nach längerer Krankheit und doch unerwartet gestorben ist. Gerne hätte man sich zusammengesetzt, um den Nachruf und die Mitgestaltung der Trauerfeier zu besprechen und sich zu trösten. Stattdessen bat Vorsitzende Annemarie Schnitzler die Mitglieder um ein paar Stichpunkte über Agnes Roth. Daraus verfasst sie einen Nachruf.

Zwölf Jahre Mitglied

„Das Beste, was wir auf der Welt tun können, ist Gutes tun, fröhlich sein und die Spatzen pfeifen lassen. So war Agnes Roth“, heißt es darin. Als Agnes im Jahr 1992 die Leitung des Frauenbunds übernahm, war sie bereits zwölf Jahre Mitglied. Das Amt der Vorsitzenden übte sie acht Jahre lang mit großer Leidenschaft aus. Danach war sie weitere acht Jahre engagiertes Mitglied des neu gegründeten Vorstandstrios.

Sie sah es als wichtige Aufgabe an, sich aktiv um einen guten Zusammenhalt im Verein zu kümmern. Viele Aktionen und Unternehmungen wurden von ihr mit angestoßen: Sie lud Referenten ein und hatte gute Einfälle für Wallfahrts- und Ausflugsziele. 1995 war sie federführend bei der Dekoration des ersten Osterbrunnens.

Dass der Frauenbund Andachten gestaltet, war ihr ein großes Anliegen. Hier brachte sie sich mit Texten und Liedern ein. Ihr Bruder, Pater Reinhard Bottner, war jahrzehntelang in Afrika als Missionar tätig. Um seine Arbeit dort zu unterstützen rief Roth immer wieder Spendenaktionen ins Leben.

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Mit viel Energie hat sie sich für das Gelingen des Frauenbundkränzles eingesetzt. Sie überlegte sich Abläufe, schrieb Texte und fand die passende Musik dazu. Vielfach wurde sie dabei unterstützt von ihren Kindern. Durch die Zusammenarbeit mit der musikalischen Familie Roth entwickelten sich oft die besten Ideen. Sie moderierte den Nachmittag, schlüpfte selber in jede Rolle und freute sich über viele fröhliche Gäste im Saal.

„Agnes wollte, dass es ihren Mitmenschen gut geht. Sie hatte die Fähigkeit, ihnen zuzuhören, Ratschläge zu geben und klare Aussagen zu treffen“, heißt es im Nachruf. „Daneben hatte sie aber auch Prinzipien. War sie von einer Sache überzeugt, war sie sehr bestrebt, ihre Vorstellungen durchzusetzen. Bei Widerspruch mit Nachdruck, aber stets fair. Durch ihre Art war ein gutes und friedliches Miteinander selbstverständlich. Agnes war eine wertvolle Wegbegleiterin, die sich jederzeit für den Frauenbund stark machte.“