Seelsorge

Freizeitidee wird Berufung: Pfrontener zum Diakon geweiht

Bischof Dr. Bertram Meier weiht Manfred Selg aus Pfronten zum Diakon. Links vorne der gleichfalls geweihte Filip Bäder aus Türkheim.

Bischof Dr. Bertram Meier weiht Manfred Selg aus Pfronten zum Diakon. Links vorne der gleichfalls geweihte Filip Bäder aus Türkheim.

Bild: Nicolas Schnall/pba

Bischof Dr. Bertram Meier weiht Manfred Selg aus Pfronten zum Diakon. Links vorne der gleichfalls geweihte Filip Bäder aus Türkheim.

Bild: Nicolas Schnall/pba

„Christus lebendig werden lassen in der Welt“ gibt ihm Bischof Dr. Betram Meier als Auftrag mit auf den Weg. Wie Manfed Selg zu seiner neuen Aufgabe fand.
Bischof Dr. Bertram Meier weiht Manfred Selg aus Pfronten zum Diakon. Links vorne der gleichfalls geweihte Filip Bäder aus Türkheim.
Von Redaktion Allgäuer Zeitung
05.01.2021 | Stand: 18:00 Uhr

Der Augsburger Bischof Dr. Bertram Meier hat im Hohen Dom Manfred Selg aus Pfronten zum Diakon geweiht. Der Bischof ermutigte Selg sowie den gleichfalls geweihten Filip Bäder aus Türkheim, Hoffnungsträger zu sein „in einer Zeit, in der so viele Bedenkenträger Konjunktur haben“. In seiner Predigt erklärte der Bischof, dass es im Handeln eines Diakons immer um das Eine gehe: „Christus lebendig werden lassen in der Welt.“ Es gehe um heilende Seelsorge und darum, wie es Papst Franziskus ausdrücke, die vielen Wunden der Menschen und der Menschheit zu heilen. „Da sind vor allem Sie gefragt und gefordert“, richtete er sich an die Weihekandidaten.

In der pädagogischen Leitung eines inklusiven Gymnasiums tätig

Selg aus der Pfarrei St. Nikolaus in Pfronten ist verheiratet und hat zwei erwachsene Kinder. Seit mehr als 15 Jahren arbeitet er in der außerschulischen Förderung für Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene mit Schwierigkeiten im Lesen und Schreiben sowie allgemeinen Lernproblemen. Inzwischen ist der 49-Jährige in der pädagogischen Leitung an einem Gymnasium mit inklusivem Ansatz tätig.

Der Glaube begleitet schon sein ganzes Leben

Sein Glaube habe ihn bereits sein ganzes Leben begleitet und zu verschiedenen aktiven Diensten in der Gemeinde geführt, sagt Selg. Aus einer Freizeitidee, im Fernkurs Theologie zu studieren, entwickelte sich bei ihm dann die Entscheidung zum Ständigen Diakonat. Der Dienst an den Menschen und das „Da-Sein“ für sie habe ihn schon sein gesamtes Berufsleben begleitet. „Der Diakon ist der Brückenbauer, der zu den Menschen geht und der diese idealerweise dabei unterstützt, den Weg zu Licht und Hoffnung zu ebnen oder Raum für eine neue Verbindung zu schaffen“, sagt Selg. Zudem weise für ihn die Teilhabe aller Menschen an Gesellschaft und Gemeinschaft viele Parallelen zu den Aufgaben eines Diakons auf. Auch hier sei das Brückenbauen, das Zusammenführen, das Entwickeln gemeinsamer Haltungen der Wertschätzung des Einzelnen und das Berücksichtigen der individuellen Bedürfnisse eine tägliche Herausforderung.