Corona-Infektionsrisiko minimieren

Neue Lüftungsanlage: Frische Luft für Schüler in Schwangau

Frisch montiert: die Lüftungsanlage in der Grundschule Schwangau. Die Rohre auf der rechten Seite sind für Zu- und Ablauf zuständig.

Frisch montiert: die Lüftungsanlage in der Grundschule Schwangau. Die Rohre auf der rechten Seite sind für Zu- und Ablauf zuständig.

Bild: Felix Futschik

Frisch montiert: die Lüftungsanlage in der Grundschule Schwangau. Die Rohre auf der rechten Seite sind für Zu- und Ablauf zuständig.

Bild: Felix Futschik

Die Schwangauer Gemeinderäte haben sich in der Grundschule selbst ein Bild von der neuen Lüftungsanlage gemacht. Was sie gekostet hat und wie sie funktioniert.
19.01.2021 | Stand: 13:23 Uhr

Während der Winterferien hat die Gemeinde Schwangau in einem Klassenzimmer der Grundschule eine Lüftungsanlage installiert. Ein integriertes CO2-Messgerät kontrolliere die Luftqualität, die Lüftung reagiere anschließend vollautomatisch und tausche die Raumluft aus, hieß es während der Sitzung des Gemeinderates. Die Räte konnten sich nach der Sitzung selbst ein Bild von der Lüftung machen.

Während der Corona-Pandemie wurde in den vergangenen Monaten immer wieder darüber diskutiert, wie an Schulen das Infektionsrisiko minimiert werden kann. Bilder von Schülern in Jacken machten die Runde – die Ansage: regelmäßig lüften.

Schwangau: Keine Minustemperaturen im Klassenzimmer

Auch während der Sitzung hieß es, dass die Thematik „das Land auf und ab beschäftigt“. In Schwangau sollen die Fenster deshalb im Winter bei Minustemperaturen geschlossen bleiben können. Dafür soll die neue Lüftungsanlage sorgen. 15.000 Euro hat die Gemeinde investiert. „Sollte die Anlage zu einer Verbesserung der Raumluft führen, ist die Ausführung in weiteren Klassenräumen zu prüfen“, hieß es während der Gemeinderatssitzung.

Ergebnisse liegen zurzeit allerdings noch keine vor, da die Schulen aufgrund des Lockdowns und der Coronamaßnahmen geschlossen sind. Grundsätzlich bereite die Lüftungsanlage die Luft nicht nur auf, sondern tausche sie auch: Verbrauchte Luft wird nach draußen gepustet und frische Luft über einen Pollenfilter angesaugt. Damit die Raumtemperatur gehalten wird, sei ein Heizelement mit eingebaut, der die frische Luft beheizt.

Die Gemeinde habe sich bewusst für eine dezentrale Lösung entschieden. Ein zentrales System wäre wesentlich teurer gewesen und hätte massive Eingriffe in das Bauwerk mit sich gebracht. Auch mobile Lüfter seien keine Option gewesen. Diese seien nicht nachhaltig und man habe nach einer dauerhaften technischen Belüftung gesucht. Wann der Unterricht wieder in den Schulen startet, ist zurzeit noch unklar.

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