40-Tonner in der Altstadt

Viel zu schwerer LKW fährt durch Füssener Fußgängerzone und richtet Schaden an

In Füssen ist ein 40-Tonner durch die Fußgängerzone gefahren - erlaubt sind maximal 7,5 Tonnen.

In Füssen ist ein 40-Tonner durch die Fußgängerzone gefahren - erlaubt sind maximal 7,5 Tonnen.

Bild: Marina Kraut (Archiv)

In Füssen ist ein 40-Tonner durch die Fußgängerzone gefahren - erlaubt sind maximal 7,5 Tonnen.

Bild: Marina Kraut (Archiv)

Ein Lkw-Fahrer ist in Füssen mit seinem 40-Tonner durch die Füssener Altstadt gefahren. Welchen Schaden er dabei anrichtete und womit er jetzt rechnen muss.
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Von Allgäuer Zeitung
06.05.2022 | Stand: 07:08 Uhr

Am Dienstag ist ein Lkw-Fahrer mit einem 40 Tonnen schweren Lastwagen durch die Fußgängerzone in Füssen im Landkreis Ostallgäu gefahren. Diese ist zu Ablieferungszeiten aber nur für Fahrzeuge mit einem maximalen Gesamtgewicht von 7,5 Tonnen zugelassen.

Lkw-Fahrer beschädigt Steinplatten mit 40-Tonner in der Fußgängerzone Füssen

Den Angaben der Polizei zufolge brachen daher durch die hohe Belastung sogar einige der Steinplatten, mit denen der Untergrund der Reichenstraße gepflastert ist. Damit eine Schadensregulierung durch die Stadt Füssen möglich ist, erhob die Polizei die Personalien des Fahrers. Außerdem muss er wegen des Verstoßes gegen die Straßenverkehrsordnung ein Bußgeld in dreistelliger Höhe zahlen.

Immer wieder sorgen gewagte Lastwagen-Manöver für Schlagzeilen. So war im Vorjahr in einer Bahnunterführung in Biessenhofen (ebenfalls Landkreis Ostalgäu) ein Lkw stecken geblieben. Erst als die Helfer Luft aus den Reifen ließen, konnte der Lastwagen weiterfahren. Die B16 war wegen des steckengebliebenen Lastwagens damals zwei Stunden gesperrt. Ebenfalls in eine missliche Lage war ein Lkw-Fahrer in Lengenwang (Ostallgäu) geraten: Beim Versuch zu wenden, blieb er in einem Feld stecken.

Nichts ging mehr: Ein LKW steckte 2019 in Kempten auf einer Mini-Straße in einem Wohngebiet fest. Der Fahrer des 40-Tonners aus Litauen hatte sich verfahren.
Nichts ging mehr: Ein LKW steckte 2019 in Kempten auf einer Mini-Straße in einem Wohngebiet fest. Der Fahrer des 40-Tonners aus Litauen hatte sich verfahren.
Bild: Ralf Lienert

Noch spektakulärer (und für den Fahrer ärgerlicher) war ein Fall, der sich 2019 in Kempten abspielte. Ein über 16 Meter langer LKW steckte in einem Wohngebiet in Kempten fest. Der Sattelzug stand verkantet in der Kurve zwischen Häusern, seitlich hatte er einen Gartenzaun gerammt. Für den 40-Tonner mit litauischem Kennzeichen gab es kein Vor und kein Zurück mehr. In einer eineinhalbstündigen Aktion gelang es Mitarbeitern eines Abschleppunternehmens schließlich mit einem Kran und Spezialgerät den LKW wenige Zentimeter anzuheben - und ihn unbeschädigt in eine gerade Ausgangsposition zu bugsieren.

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